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Thomson Reuters streicht in Genf jede zehnte Stelle

Reuters Terminal: Weniger sollen das Gleiche leisten. (Bild: HZ)

Der kanadische Medien- und Finanzinfokonzern baut in Genf 50 Arbeitsplätze ab. Betroffen ist die Verwaltung von Thomson Reuters. Die Regierung zeigt sich überrascht.

Veröffentlicht am 27.12.2013

Der kanadische Medien- und Finanzinformationskonzern Thomson Reuters streicht in Genf 50 Stellen. Betroffen vom Jobabbau, der Anfang Dezember gegenüber den Genfer Kantonsbehörden angekündigt worden war, ist die Abteilung Finanzen und Risiken. Der Genfer Staatsrat Mauro Poggia will sich am 3. Januar mit dem Unternehmen treffen. «Der Kanton Genf wird sich mit den Arbeitslosen befassen müssen. Wir müssen nun schauen, ob wir die Auswirkungen der Entlassungen einschränken oder aufschieben können», sagte Poggia und bestätigte Angaben aus einem Bericht der Tageszeitung «Le Temps».

Der Staatsrat und Chef des Departements für Arbeit, Soziales und Gesundheit zeigte sich über das Ausmass der Entlassungen erstaunt. «Sie entsprechen zehn Prozent des Mitarbeiterbestands, doch die angekündigten Einschnitte hatten sich nur auf fünf Prozent belaufen», so Poggia. Er sprach das Thema Kurzarbeit an, auch wenn dies bei Dienstleistern noch nie angewandt worden ist. Jedwelcher Eingriff des Kantons müsste aber mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft Seco abgesprochen werden.

Regionalzentrum der Thomson-Reuters-Gruppe

Thomson Reuters ist ein Anbieter von Finanzinformationen und Nachrichten. Er hatte 1997 in der Genfer Gemeinde Collogne-Bellerive einen Standort eröffnet. Dort befindet sich ein Regionalzentrum der Gruppe. Wegen rückläufigen Gewinnen hat der Konzern, der weltweit etwa 60'000 Mitarbeitende hat, im Oktober Kostensenkungen und die Streichung tausender Stellen angekündigt.

(sda/se/chb)

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