Der Mischkonzern ThyssenKrupp will seine schwedische Werft ThyssenKrupp Marine Systems AB mit rund 900 Mitarbeitern an die Saab AB veräussern. Die Ankündigung folgt einer Erklärung der schwedischen Regierung, keine U-Boote von dem deutschen Konzern kaufen zu wollen.

Eine Grundsatzvereinbarung mit Saab AB sei unterzeichnet worden, die Verkaufsgespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium, teilten beide Seiten mit. ThyssenKrupp sehe einen Verkauf als Schritt auf dem Weg, seine Marineschiffbauaktivitäten an den deutschen Standorten Kiel, Hamburg und Emden zu konzentrieren. Die schwedische Saab AB will ihrerseits beim Bau von Kriegsschiffen und U-Booten für die heimische Marine expandieren.

200 Millionen Umsatz

Die Thyssen-Krupp-Tochter unterhält in Schweden Standorte in Malmö, Karlskrona und Muskö. Im Geschäftsjahr 2011/12 erzielte sie nach in dem skandinavischen Land vorgelegten Dokumenten Umsätze von umgerechnet mehr als 200 Millionen Euro. Ein Verkauf an Saab muss auch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

(reuters/dbe/sim)