Die Expansion ins Ausland war angekündigt, seit heute Mittwoch ist Fairtiq nun auch in Österreich aktiv. Die Ticket-App kann im Verkehrsverbund Voralberg genutzt werden. «Damit ist die App zum ersten Mal im Ausland voll produktiv», sagt Gian-Mattia Schucan, Gründer und Chef von Fairtiq.

Fairtiq basiert auf dem «CIACO-Prinzip» (Check In-Assisted Check out). Beim Besteigen eines Zugs wird die App mit einem Wisch gestartet, beim Verlassen wieder gestoppt. Die gefahrene Strecke wird mittels GPS aufgezeichnet und dementsprechend abgerechnet. 

Voralberg als erster Verbund im Ausland

Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Voralberg hat Fairtiq nun die App «Fairtiq vmobil» lanciert. Sie kann im gesamten Verkehrsverbund des österreichischen Bundeslandes und auch in Liechtenstein genutzt werden. Geplant sei, dass in Zukunft grenzüberschreitende Fahrten zwischen der Schweiz und Österreich möglich sein werden.

Wenn es nach Fairtiq geht, sollen noch mehr Nutzer künftig mit einem Wisch übers Smartphone in weiteren Verkehrsverbünden in angrenzenden Ländern ein Ticket lösen können. Wann genau weitere Länder dazu kommen, könne man noch nicht sagen. «Wir arbeiten daran», sagt Schucan. Pilotversuche hätten bereits in Deutschland oder den Niederlanden stattgefunden. 

Auch in der SBB App integriert

Das Mobilitäts-Unternehmen aus Bern gibt aber auch in der Schweiz Gas: In den nächsten Tagen kann das Mobile Ticketing auch bei der SBB Preview-App genutzt werden. Dabei stellt Fairtiq den Schweizerischen Bundesbahnen die Technologie zur Verfügung. Eine solche Zusammenarbeit war schon länger ein Thema, nun ist sie lanciert worden. Die Preview-App wird von rund 300´000 Kunden genutzt. 

Fairtiq verzeichnet in der Schweiz mittlerweile rund 135´000 Nutzer. 

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