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Tidjane Thiam feuert zwei Angestellte wegen sexueller Belästigung

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Die Anschuldigungen stammen von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die sich in einem Brief an Konzernchef Tidjane Thiam gewandt hatte.Quelle: Keystone

Wegen sexueller Belästigung sind in London zwei CS-Mitarbeiter entlassen worden. Vorausgegangen ist eine Untersuchung.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Die Credit Suisse greift durch. Die Grossbank hat in London zwei Mitarbeiter wegen einem Fall von sexueller Belästigung entlassen. Vorausgegangen waren konkrete Vorwürfe und eine interne Untersuchung. Gemäss «Financial Times» wurde einem langjährigen Mitarbeiter wegen seinem Verhalten gekündigt und einem zweiten, weil er die Untersuchung behinderte.

Die Anschuldigungen stammen von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die sich in einem Brief an Konzernchef Tidjane Thiam gewandt hatte und ihm beschrieb, wie ihr Fall aus dem Jahr 2010 unter den Tisch gekehrt worden sei. Der Credit Suisse-Chef hatte darauf eine Untersuchung angeordnet und auch abklären lassen, wie konzernweit mit diesen #MeToo-Vorwürfen umgegangen werde.

Betraut mit der Analyse wurden Lara Warner, Compliance-Chefin der Bank, Peter Goerke, oberster Personalchef sowie Romeo Cerutti, Chefjurist. Zudem setzte Thiam im Juli Antoinette Poschung als Ombudsfrau für ethische Verhalten. Sie soll eine gruppenweite Nulltoleranz-Politik bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz durchsetzen. In einem internen Memo schrieb Thiam vor ein paar Wochen: «Ab heute werden diese Fälle von einem globalen Ethik-Ausschuss behandelt.» Ziel sei es, klare Standards über den gesamten Konzern zu haben. Bereits im Sommer war einem Investmentbanker in New York wegen Übergriffen gekündigt worden.

(bar)

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