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Tiefere Fleischpreise belasten Bells Ergebnis

Nicht alles Wurst: Umsatztreiber waren bei Bell auch Meeresprodukte. (Bild: Keystone)

Bell hat 2012 in der Schweiz mehr Fleisch verkauft. Wegen tieferer Verkaufspreise ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr dennoch leicht zurück.

Veröffentlicht am 07.01.2013

Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat seinen Umsatz 2012 um 0,4 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken gesteigert. Gleichzeitig sank der Fleischabsatz um 1,1 Prozent auf 222 Millionen Kilogramm, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Währungs- und strukturbereinigt resultierte ein Umsatzplus von 0,6 Prozent. In der Schweiz allein stieg der Fleischabsatz um 1,4 Prozent auf 122,5 Millionen Kilo. Der Inlandumsatz erreichte 1,76 Milliarden Franken oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dass der Umsatz mit dem gesteigerten Absatzvolumen nicht mithielt, führt Bell auf die durchschnittlich 0,8 Prozent tieferen Verkaufspreise zurück. Umsatztreiber waren Schweizer Fleisch und Meeresprodukte. Der gesamte Fleischmarkt in der Schweiz musste nach Bell-Schätzungen einen Rückgang um 2 Prozent hinnehmen.

Hochpreissegment als Umsatztreiber

Bei Bell Deutschland stieg der Umsatz vor allem wegen des Hochpreissegments um 1,5 Prozent auf 484 Millionen Franken. Der Absatz sank um 2,5 Prozent auf 66 Millionen Kilo. Grund waren unter anderem Änderungen im Sortiment.

Die Umsatzentwicklung in Osteuropa und den Benelux-Staaten verlief gemäss Bell unterschiedlich. Der Umsatz der Division sank um 6,2 Prozent auf 188,5 Millionen Franken, der Absatz um 13,4 Prozent auf 20,6 Millionen Kilogramm.

Polen, Tschechien und die Slowakei legten zu, während in Ungarn die Sortimente angepasst und wenig gewinnbringende Produkte aufgegeben wurden. Die Handelsgesellschaft in den Benelux-Ländern litt vor allem unter dem Verlust einer Warengruppe.

Der Umsatz von Bell Frankreich wuchs um 4,6 Prozent auf 97,4 Millionen Franken. Das vollständige Jahresergebnis publiziert Bell am 15. Februar.

(rcv/aho/sda)

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