Die Umwandlung zur Bank wird die Postfinance vor allem bei den Steuern zu spüren kommen. Postfinance-Chef Hansruedi Köng spricht im Interview mit der «SonntagsZeitung» von einer Steuerquote von rund 20 Prozent. «Wir werden deshalb sicher ein tieferes Gewinnniveau ausweisen», sagt er.

Konkrete Zahlen wollte der Postfinance-Chef nicht nennen. Am Geschäftsmodell ändere sich indes nichts. Für den Kunden ist die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft darum kaum spürbar. «Es ändert sich lediglich die formale Aufsicht - Postfinance bleibt Postfinance», so Köng.

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Börsengang vorstellbar

Die Postfinance erhält die Bankenlizenz am 26. Juni, sofern der Bundesrat die Eröffnungsbilanz definitiv verabschiedet und die Finanzmartkaufsicht (Finma) den neuesten Bericht der Revisionsgesellschaft verabschiedet.

Für Köng ist es vorstellbar, dass die Postfinance als Bank in ferner Zukunft auch an die Börse gehen wird. «Für unsere Eigentümer ist ein Börsengang die nächsten drei bis fünf Jahre wohl kein Thema. Für die fernere Zukunft könnte das jedoch ein Thema werden.»

Weiter äusserte sich Köng zum automatischen Informationsaustausch. «Wenn das die Finanzplatzstrategie als die sinnvollste Lösung erachtet, hätte ich nichts dagegen. Für unsere Kundschaft würde sich nichts ändern, weil sie ihr Geld ohnehin deklariert hat», sagt er.

(jev/sda)