Dem weltgrössten Pharmakonzern Pfizer könnte der Börsengang seiner Tiermedizinsparte bis zu 2,5 Milliarden Dollar in die Kasse spülen. Die Aktien der unter dem Namen Zoetis bekannten Sparte sollen zwischen 22 und 25 Dollar je Stück kosten, teilte Pfizer in einer Mitteilung an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC mit. Begleitet wird der Börsengang von zahlreichen Banken, darunter J.P. Morgan, BofA Merrill Lynch und Morgan Stanley.

Pfizer will für die Ende Januar geplante Neuemmission rund 86 Millionen Anteilsscheine an die Börse bringen. Im Zuge des Börsengangs will sich Pfizer nach früheren Aussagen von rund 20 Prozent der Anteile an dem Geschäft mit Produkten und Impfstoffen für Nutz- und Haustiere trennen. Mit der Sparte erlösten die Amerikaner 2011 4,23 Milliarden US-Dollar.

Fokussierung auf patentgeschützte Medikamente

Mit den Verkäufen gibt Konzernchef Ian Read bis Mitte 2013 Milliarden Dollar an Jahresumsatz ab. Bereits im April wurde die Nahrungsmittelsparte für fast zwölf Milliarden Dollar an den Schweizer Nestlé-Konzern verkauft. Auch die Trennung von der Tierarznei ist Teil einer grossangelegten Umstrukturierung mit der Fokussierung auf patentgeschützte Medikamente und Schwellenländer.

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Pfizer steht wegen des Patentablaufs des Cholesterinsenkers Lipitor vor schwierigen Zeiten. Im November 2011 hatte das Medikament seinen lukrativen Patentschutz verloren. Seitdem ist der Umsatz mit dem ehemaligen Kassenschlager eingebrochen. Alleine in den ersten neun Monaten 2012 sackte der Lipitor-Umsatz um mehr als die Hälfte auf 3,4 Milliarden Dollar ab.

Zu seinen besten Zeiten hatte das Mittel Pfizer 13 Milliarden Dollar pro Jahr eingebracht und war damit das umsatzstärkste Medikament weltweit. Für 2012 konkretisierte Konzernchef Ian Read zuletzt die Umsatzerwartung und rechnet mit Erlösen von 58 bis 59 Milliarden Dollar, rund zwölf Prozent weniger als im Vorjahr.

(vst/aho/awp)