Thanksgiving hat in der Schweiz keine grosse Tradition. Dennoch wird der Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest inzwischen auch hierzulande von vielen Firmen zelebriert. Am sogenannten Black Friday reduzieren zahlreiche Onlineshops, Warenhäuser und Detailhändler die Preise.

Ursprünglich 2015 von Manor ins Land gebracht, machen nun schon beinahe 200 Läden beim «wichtigsten Shoppingevent der Schweiz» mit. Auf der Schweizer Webseite Blackfridaydeals sind Firmen von About You bis Zur Rose gelistet. Erwartet wird ein Umsatz von bis zu 80 Millionen Franken – alleine bei Schweizer Onlineshops. Das ist ein Vielfaches eines normalen Handelstages.

Diese Deals können Sie erwarten:

1. Gutscheine

Viele Firmen bieten anlässlich des Schnäppchentages Gutscheine oder spezielle Gutscheincodes. So etwa das Mode-Versandhaus Mona. Dort gibt es einen 25-Franken-Rabatt auf alles, wenn man den entsprechenden Code eingibt. Das Angebot gilt die ganze Woche, wie viele Black-Friday-Schnäppchen in der Schweiz.

Bei der Gutschein-Plattform Profity können Kunden sogar drei Gratisgutscheine abstauben. Diese sind auch nach dem Black Friday noch einlösbar – und damit weniger anfällig für Impulskäufe, für die der Black Friday vor allem in den USA berüchtigt ist.

2. Rabatte auf ausgewählte Produkte

Detailhändler wie die Migros geben bei Lebensmitteln auch am Black Friday kaum durchs Band grössere Rabatte. Möglich sind dagegen einzelne Superschnäppchen mit Ermässigungen von bis zu 50 Prozent auf sogenannte Highlight-Artikel. Hier gilt es für Shopper am Freitag beim Einkauf die Augen offen zu halten, denn um welche Produkte es sich handelt wurde noch nicht bekanntgegeben.

Ebenfalls zu erwarten sind einige Topangebote im Bereich Elektronik und Unterhaltung. In Onlineshops dürfte laut Blackfridaydeals eine Playstation 4 Pro wie im letzten Jahr wieder unter 300 Franken zu erstehen sein. Auch bei Smartphones von Apple, Samsung und Huawei lohnt sich der Kauf am Black Friday im Onlinehandel.

3. Ermässigungen für Kundenkartenbesitzer

Vor allem Mode- und Sportartikelfirmen bieten oft Rabatte im Bereich von 30 Prozent und mehr auf alles, allerdings nur für Kundenkartenbesitzer. Wer am Freitag beispielsweise bei Manor, Ochsner Sport oder Ikea einkaufen will, sollte sich schon jetzt im Besitz einer solchen Karte befinden. Ansonsten bleibt nur das Warten aufs nächste Jahr.

Der Weg zum erfolgreichen Schnäppchen

Je nach Produktkategorie und Laden müssen Black-Friday-Shopper unterschiedlich vorgehen. Bei den allermeisten Produkten lohnt sich der Onlinekauf, zudem sind die Läden am Freitag wahrscheinlich ziemlich voll, auch wenn ein Ansturm wie in den USA hierzulande noch nicht vorgekommen ist.

Weil die Stückzahlen im Bereich Elektronik und Unterhaltung meist sehr beschränkt sind, sollten Schnäppchenjäger um Punkt Mitternacht am Computer sitzen und die gewünschte Seite neu laden.

Während bei Fashion und Sport viele Angebote die ganze Woche gelten, sind Elektronik- und Beautyartikel oft nur am Black Friday selbst durchs Band günstiger. Dort muss man als Kunde auf den richtigen Moment warten, ab Mitternacht im Netz und am Freitagmorgen in den Läden.

Bekannt ist auch der Digitec-Geburtstagstrick, wie Blackfridaydeals schreibt: Wer sich auf der Plattform mit dem Geburtsdatum 19. November neu registriert, bekommt einen mit Black-Friday-Angeboten kumulierbaren 10-Prozent-Gutschein geschenkt.

Keine Impulskäufe

Eines ist klar: Nur wer am Black Friday kauft, was ohnehin schon länger geplant oder gewünscht ist, kann vom Tag profitieren. Spontane Käufe machen fürs Portemonnaie weniger Sinn.

Zudem ist nicht jedes Schnäppchen tatsächlich so viel billiger, wie manche Händler glauben lassen möchten. Konsumentenschützer bemängeln, dass sich die Preise immer wieder auf veraltete Preise oder auf unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller beziehen, schreibt der «Blick». Ein Vergleich lohnt sich deshalb auch bei einem noch so grossen Rabattschild.

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