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Bergbahnen
Titlis: SNB-Entscheid trübt Euphorie nach Rekordzahlen

Titlis: Der starke Franken trübt die Aussicht.Keystone

Ein guter Auftakt in die letztjährige Wintersaison und wachsende Erträge aus dem Sommergeschäft treiben den Umsatz des Titlis-Bergbahnbetreibers. Der starke Franken trübt aber die Aussichten.

Veröffentlicht am 29.01.2015

Der Bergbahnbetreiber Titlis Rotair hat im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Oktober) den Umsatz im Kerngeschäft gesteigert und zudem von einmaligen Erträgen profitiert. Insgesamt resultierte somit gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung um 9,8 Prozent auf 72,6 Millionen Franken. Im Bergbahnen-Geschäft habe der Umsatz um 2,7 Prozent zugenommen, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit. Hinzu gekommen seien einmalige Nettoerträge aus Verkäufen von Wohnungen im Titlis Resort von rund 9,8 Millionen.

Nach einem Betriebsaufwand von 37,7 Millionen Franken (+2,8 Prozent) wird der operative Betriebsgewinn (Ebitda) mit 34,9 Millionen Franken ausgewiesen (+19 Prozent) und der Ebit mit 27,0 Millionen (+23 Prozent). Das Jahresergebnis schliesslich verbesserte sich auf 23,7 Millionen (+29 Prozent). Die Aktionäre sollen von den deutlichen Fortschritten und den Einmalerträgen in der Form einer auf 6,00 Franken von 5,00 Franken erhöhten Dividende partizipieren.

«Perfekter» Start in die Wintersaison 2013/14

Der Start in die Wintersaison 2013/14 sei «perfekt» gewesen, das Sommerhalbjahr war dank dem wachsenden Gruppengeschäft aus den asiatischen Kernmärkten wiederum sehr erfolgreich, wird das Berichtsjahr in der Mitteilung gewürdigt. Mit 1,05 Millionen Gästen sei im Berichtsjahr ein neuer Besucherrekord erreicht worden.

Der Start in das neue Geschäftsjahr sei «zufriedenstellend» ausgefallen. Die Gästezahl bewege sich bis Ende Januar auf Vorjahresniveau, heisst es weiter.

Starker Franken belastet

Mit der Aufwertung des Schweizer Franken hätten sich die Rahmenbedingungen für den Schweizer Tourismus in den europäischen Quellmärkten massiv erschwert. Auch profitiere man nur teilweise von vergünstigen Einkäufen im Euroraum. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Jahr 2011, das heisst, vor der Einführung des Euro-Mindestkurses, erwarte das Management aber keinen starken Rückgang für die laufende Wintersaison, da diese Effekte verzögert einsetzten.

Die strategische Neuausrichtung unseres grössten Reisemittlers ( Kuoni) werde zudem Veränderungen im globalen Reisemarkt mit sich ziehen, dessen Auswirkungen noch unklar seien. Insgesamt schaut die Geschäftsleitung trotzdem «sehr zuversichtlich» auf die kommenden Monate und auf das laufende Geschäftsjahr. «Wir rechnen weiterhin mit einer stabilen Geschäftsentwicklung mit einem soliden Ergebnis», heisst es zum Ausblick weiter.

(awp/ise/chb)

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