Der vom Preiskampf in der Logistikbranche gebeutelte niederländische Transportdienstleister TNT Express steckt vor der Übernahme durch den US-Rivalen Fedex weiter in den roten Zahlen. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen unter dem Strich ein Minus von 14 Millionen Euro, das waren fünf Millionen weniger als ein Jahr zuvor, wie TNT in Amsterdam mitteilte.

Belastet wurde das Ergebnis von negativen Wechselkurseffekten, einer geringeren Zahl an Arbeitstagen als im ersten Quartal 2015 und auch Kosten für die Übernahme durch Fedex. Ohne Sonderbelastungen in Höhe von zehn Millionen Euro hätten die Niederländer operativ zumindest schwarze Zahlen geschrieben.

Chinesen müssen noch zustimmen

Der Umsatz ging um 2,2 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro zurück. Auf vergleichbarer Basis entspreche das einem Zuwachs von 4,2 Prozent, hiess es. Vorstandschef Tex Gunning erklärte, weiter mit einem Abschluss der Übernahme durch Fedex in diesem Quartal zu rechnen. Fedex bietet insgesamt 4,4 Milliarden Euro für TNT. Die TNT-Aktionäre haben noch bis zum 6. Juni Zeit, die Offerte von 8 Euro je Aktie anzunehmen. Offen ist auch noch die Genehmigung des chinesischen Handelsministeriums, dessen Entscheidung in dieser Woche erwartet wird.

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(awp/chb/ama)