Nach zwei miserablen Jahren wird beim kriselnden Drehmaschinenhersteller Tornos ein Aufwärtstrend sichtbar. Das Unternehmen aus dem Berner Jura hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich verbessert. Auch die Aufträge kamen wieder zahlreicher herein.

Der Nettoumsatz stieg um 27,6 Prozent auf 43,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Damit wurde das Mindestvolumen zur Erreichung der Gewinnschwelle beinahe erreicht.

Deutlich mehr Verluste erwartet

Operativ resultierte denn auch ein fast ausgeglichenes Ergebnis (EBIT) von -0,3 Millionen Franken nach einem Betriebsverlust von 7,3 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Unter dem Strich fuhr Tornos ein Minus von 0,4 Millionen Franken ein, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Defizit von 7 Millionen Franken zu Buche gestanden hatte.

Mit den Zahlen hat Tornos die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen. Die Experten der Bank Vontobel und der Zürcher Kantonalbank hatten mit deutlich weniger Umsatz und mit deutlich mehr Verlust gerechnet.

Auftragseingang plus 15 Prozent


Der Auftragseingang kletterte um 15 Prozent auf 50,3 Millionen Franken. Das sei der beste Wert seit zwei Jahren und eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Gesundung der Gruppe, schrieb Tornos im Communiqué.

In den beiden vergangenen Jahren hatte Tornos Umsatzeinbussen und happige Verluste erlitten. Nach der Übernahme des Zepters durch den Ostschweizer Industriellen Walter Fust will die Firma 2014 mit neuen Maschinen wieder einigermassen ausgeglichen abschliessen.

(sda/me/sim)