Der Werkzeugmaschinenhersteller Tornos hat im ersten Halbjahr 2015 unter der Frankenstärke gelitten und auch währungsbereinigt einen Umsatz leicht unter Vorjahresniveau erreicht. Der Auftragseingang sank gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 92,3 Millionen Franken und der Umsatz um 8,5 Prozent auf 82,6 Millionen, wie das Unternehmen mitteilt. Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang um 2,5 Prozent.

Der Ebit sank auf -0,9 Millionen Franken, nach +2,2 Millionen in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die negativen Wechselkurseffekte hier werden auf 2,4 Millionen beziffert. Das Reinergebnis war mit -2,5 Millionen Franken (Vorjahr +2,2 Millionen) negativ.

Schätzungen übertroffen

Mit den Halbjahres-Zahlen hat Tornos die Schätzungen der Analysten bei Auftragseingang, Umsatz, und Ebit in etwa getroffen, beim Reinergebnis jedoch unterschritten. Die ZKB und Vontobel haben einen Auftragseingang von 97,1 resp. 91,0 Millionen Franken geschätzt, einen Umsatz von 82,4 und 83,0 Millionen, einen Ebit von -0,9 und -0,3 Millionen sowie ein Reinergebnis von -2,3 und -2,1 Millionen.

Im Heimmarkt Schweiz entwickelte sich der Auftragseingang ab dem Frühjahr schleppend, in den USA hingegen erfreulich. Hinter den Erwartungen blieben die Bestellungen insbesondere in Südostasien zurück, schreibt das Unternehmen weiter.

Umsatz und Bruttomarge gleichauf

Umsatz und Bruttomarge lagen im Vergleich zwischen dem ersten und zweiten Quartal gleichauf. Die unmittelbar nach dem SNB-Entscheid eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen und das Effizienzsteigerungsprogramm hätten bereits im zweiten Quartal positive Wirkungen gezeigt, heisst es weiter. Die Betriebskosten konnten dadurch gegenüber dem ersten Quartal deutlich gesenkt werden, was sich mit 0,9 Millionen Franken positiv auf das operative Ergebnis (Ebit) ausgewirkt hat. Auch im Halbjahresvergleich gegenüber der Vorjahresperiode konnte Tornos die Betriebskosten reduzieren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen gegenüber der Vorjahresperiode höher.

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Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2015 ist Tornos etwas weniger optimistisch. Für das zweite Semester rechnet Tornos damit, die übliche saisonale Abschwächung in den Sommermonaten im vierten Quartal kompensieren zu können. Hingegen geht Tornos aus heutiger Sicht nicht mehr davon aus, ein gegenüber 2014 verbessertes Ergebnis zu erzielen. Im Mai hatte das Management noch trotz der Frankenstärke ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis als Ziel genannt.

(awp/chb)