Wie angekündigt hat der Drehmaschinenhersteller Tornos 2016 einen Verlust eingefahren. Dieser betrug 3,6 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 0,9 Millionen Franken im Vorjahr. Der Betriebsverlust (Ebit) belief sich auf 3,0 Millionen Franken, nach einem Betriebsgewinn von 2,4 Millionen Franken im Vorjahr.

Auch der Verkauf einer Liegenschaft, die unter dem Strich 1,1 Millionen Franken in die Kasse spülte, konnte das Unternehmen nicht in den schwarzen Zahlen halten. Nach zwei Jahren mit leicht positiven Ergebnissen ist Tornos damit zurück in der Verlustzone, in der das Unternehmen seit 2009 immer wieder steckte.

Weniger Investitionen

Tornos litt 2016 darunter, dass sich seine Kunden bei Investitionen zurückhielten - insbesondere in der wichtigen Automobilzulieferindustrie. Deshalb spiegelten sich die Fortschritte der vergangenen Jahre nicht in den wichtigsten Kennzahlen für 2016, schreibt Tornos in einer Mitteilung.

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Umsatz und Auftragseingang brachen 2016 trotz eines besseren zweiten Halbjahres jeweils um fast 17 Prozent ein. Der Nettoumsatz sank auf 136,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen schon Ende Januar bekannt gegeben hatte. Der Auftragseingang belief sich noch auf 133,5 Millionen Franken.

In vierten Quartal sind laut Tornos jedoch wieder deutlich mehr Bestellungen eingegangen. Probleme bereitet dem Unternehmen jedoch der Produktemix: Es wurden mehr Standard-Maschinen im mittleren Preissegment verkauft, aber weniger hochpreisige Maschinen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 verzichtet Tornos explizit auf konkrete Prognosen zu Umsatz oder Gewinn. In der Automobilindustrie herrsche nach wie vor Zurückhaltung und auch in der Uhrenindustrie sei noch keine Trendwende auszumachen, schreibt das Unternehmen.

(sda/chb)