Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im vergangenen Geschäftsjahr 6,7 Prozent an Umsatz eingebüsst. Auf den Umsatz drückten der starke Franken sowie das schwächere Wachstum in China und in der Schweizer Uhrenindustrie.

Insgesamt setzte Tornos 164,0 Millionen Franken um, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Um Währungseffekte bereinigt betrug das Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr noch 1,9 Prozent.

Deutlich weniger Aufträge

Zudem gingen bei Tornos auch deutlich weniger neue Aufträge ein. Der Auftragseingang belief sich auf 160 Millionen Franken – das sind 12,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Werte lägen im Rahmen der Erwartungen, schrieb Tornos. Auch Analysten erwarteten Zahlen in dieser Grössenordnung.

Tornos hatte wegen des starken Frankens im vergangenen Jahr die Wochenarbeitszeit erhöht, die Einkäufe in Europa verstärkt, die Preise angepasst und eine strikte Kostenkontrolle eingeführt. Zudem verkaufte das Unternehmen Liegenschaften wie die Kantine und den Fussballplatz.

Schwäche in China

Der Einfluss des starken Frankens sowie das schwierige Marktumfeld in China und in der Schweizer Uhrenindustrie hätten teilweise durch positive Entwicklungen in anderen Industrien kompensiert werden können, hiess es weiter. So profitierte Tornos davon, dass Automobilzulieferer aufgrund neuer Vorschriften höhere Präzisionsanforderungen bei Komponenten erfüllen mussten.

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Die detaillierten Jahresergebnisse gibt das Unternehmen am 15. März bekannt.

(awp/ise)