Bei Toshiba ist der Aktienkurs am Freitagvormittag im deutschen Handel um bis zu 22,2 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen hatte nach Börsenschluss in Japan bekanntgegeben, dass es unsaubere Bilanzierung bei Infrastrukturprojekten gegeben habe. Als Folge darauf zog Toshiba seine Ergebnisprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr zurück und strich die Jahresdividende.

Ein Komitee aus Aussenstehenden sei formiert worden, um die Angelegenheit weiter zu untersuchen, wie Toshiba mit Sitz in Tokio weiter mitteilte. Es könne sein, dass die Ergebnisse für die Geschäftsjahre 2013 und früher revidiert werden müssten.

Neues Ergebnis nicht vor Juni

Die Prognose für einen Nettogewinn in Höhe von 120 Milliarden Yen (890 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 6,7 Billionen Yen für das im März abgelaufene Geschäftsjahr kassierte das Unternehmen. Eine Ergebnisvorlage werde nicht vor Juni erfolgen, hiess es.

Toshiba ist ein Mischkonzern. Zu den Geschäftsbereichen zählen Kernreaktoren, Speicherchips für Computer und Konsumelektronik. Rund elf Prozent des operativen Gewinns erzielte Toshiba im letzten Geschäftsjahr im Bereich Energie und soziale Infrastruktur.

(bloomberg/ise/hon)