Der Kraftwerksbauer Toshiba war bereits an der Errichtung der Fukushima-Reaktoren beteiligt. Nun hat das Unternehmen laut japanischen Medienberichten ein Angebot zur Stilllegung der zerstörten Atommeiler vorgelegt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen demnach unter anderem die Brennstäbe aus den von Erdbeben und Tsunami schwer getroffenen Reaktoren entfernt werden.

Toshiba sei bereits mit dem Aufräumen nach der Katastrophe im US-Atomkraftwerk Three Mile Island betraut gewesen, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Damals hätten die Arbeiten 14 Jahre gedauert. In Three Mile Island war es 1979 zu einer partiellen Kernschmelze gekommen.

Das Unternehmen soll das Angebot gemeinsam mit verschiedenen US-Firmen ausgearbeitet und dem japanischen Kraftwerksbetreiber Tepco vorgelegt haben. Der Vorschlag enthält demnach Pläne zum Ausbau und Abtransport der Brennstäbe aus den Reaktorblöcken 1 bis 4. Ausserdem soll Toshiba bereits aufgezeigt haben, wie die zerstörten Kraftwerksgebäude abgerissen werden können, ohne dabei neue Radioaktivität freizusetzen.

(laf/tno/awp)