Der von einer Bilanzaffäre erschütterte japanische Konzern Toshiba erwägt Insidern zufolge, seinen Anteil am US-Atomunternehmen Westinghouse zu verringern. Das sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei will Toshiba so 200 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro) erlösen. Ein Firmensprecher sagte, der Konzern habe schon vor der Bilanzaffäre erwogen, seinen Anteil an Westinghouse zu verringern. Dieser beträgt 87 Prozent.

Dividende gestrichen

Anfang Juni hatte Toshiba wegen der Untersuchungen die Dividende gestrichen und die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/2015 kassiert. Es ist bereits das zweite Mal in weniger als zwei Jahren, dass das Unternehmen seine Bilanzierungsmethoden überprüft. Toshiba räumte bereits ein, dass Kosten für einige Projekte zu niedrig angesetzt worden seien.

(reuters/chb)