Der japanische Autoriese Toyota steigt beim Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Die Unternehmen loten zudem eine Partnerschaft in mehreren Ländern aus, wie sie mitteilten. Die Höhe der Toyota-Beteiligung wurde nicht genannt. Erst wenige Stunden zuvor hatte Volkswagen den Einstieg beim Uber-Rivalen Gett mit 267 Millionen Euro (300 Millionen Dollar) bekanntgegeben.

Toyota will im Rahmen des Deals unter anderem Uber-Fahrern seine Fahrzeuge per Leasing anbieten oder verkaufen. Ausserdem soll die gemeinsame Entwicklung von Apps für Fahrer erwogen werden.

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Neue Geschäftsmodelle

Die Autokonzerne suchen nach neuen Geschäftsmodellen, denn die jüngeren Generationen wollen Autos häufiger nur nutzen, statt besitzen. Ausserdem dürften mit der künftigen Ausbreitung selbstfahrender Autos insgesamt weniger Wagen benötigt werden.

Deswegen gehen die Autohersteller verstärkt ins Geschäft der Fahrdienste ein. So kaufte Daimler die App MyTaxi und die Opel-Mutter General Motors stieg beim Uber-Konkurrenten Lyft ein und will Roboter-Taxis testen.

Uber ist die Nummer eins unter den Fahrdienst-Vermittlern. Das Unternehmen aus San Francisco besorgte sich mehr als fünf Milliarden Doller bei Investoren und soll in Finanzierungsrunden zuletzt mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet worden seien. Zugleich legte sich Uber bei der weltweiten Expansion mit Behörden und der Taxi-Branche an.

Nur Fahrer mit entsprechender Lizenz

Gett mit Entwicklungsstandort in Israel sieht sich als einer der führenden Anbieter auf dem europäischen Markt für die Vermittlung von Fahrdienstleistungen. Die Firma ist aktiv etwa in London, Moskau und New York.

Das Geschäftsmodell sieht demnach vor, dass ausschliesslich Fahrer zum Einsatz kommen, die über eine entsprechende offizielle Lizenz zur Personenbeförderung verfügen. Mit einer App können Kunden per Knopfdruck Fahrten entweder sofort oder im Voraus buchen.

(sda/chb)