Die japanische Toyota Industries Corporation (TICO) bessert ihr Kaufangebot auf und erhält nun den Segen des Verwaltungsrates für einen vollständigen Kauf des Zürcher Oberländer Messinstrumenteherstellers Uster. 

Statt bisher 38 Franken pro Aktie bietet der japanische Konzern neu 44 Franken. In einem gemeinsamen Communiqué von Uster und TICO empfiehlt der Verwaltungsrat von Uster Technologies nun, das Angebot des japanischen Konzerns anzunehmen. Bisher hatte der Uster-Verwaltungsrat die Aktionäre zum Abwarten aufgefordert.

Bereits seit vorletzter Woche gehört den Japanern die Mehrheit an Uster, doch hatte es bezüglich der Übernahme der verbleibenden Aktien noch Probleme gegeben. Die Bekanntgabe des offiziellen Kaufangebots ist schon zweimal verschoben worden, soll aber nun endgültig Ende Februar erfolgen. Zudem braucht der Schritt die Zustimmung der Behörden in mehreren Ländern.

Erfolgreiches Geschäftsjahr

Gleichzeitig mit dem aufgebesserten Übernahmeangebot hat Uster am Dienstag auch sein Jahresergebnis präsentiert. Uster Technologies blickt dabei auf ein ausgezeichnetes Jahr 2011 zurück.

Das Unternehmen vermeldete am Dienstag einen Gewinnanstieg um fast drei Viertel auf 36,2 Millionen Franken. Der Umsatz wuchs um gut 45 Prozent auf 192,5 Millionen Franken. Zurückzuführen ist der Erfolg auf die neuen Garnreiniger und die starke Nachfrage nach Faser- und Garnprüfsystemen, wie es im Communiqué hiess.

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Abkühlung in Branche erwartet

Alle Märkte von Uster Technologies reagierten demnach positiv auf die besseren Rahmenbedingungen, allerdings trübte die Schuldenkrise ab Mitte Jahr die Geschäftslage ein. Das Gewinnwachstum sei hauptsächlich auf das schlankere Geschäftsmodell zurückzuführen, hiess es weiter. Für 2012 erwartet Uster einen leichten Umsatzrückgang bei gehaltener Profitabilität. In der Textilindustrie dürfte eine leichte Abkühlung eintreten.

(muv/laf/sda)