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Toyota ruft 1,5 Millionen Autos zurück

Der japanische Autohersteller hatte sich nach diversen Problemen an die Weltmarktspitze zurückgekämpft - jetzt muss Toyota erneut eine Rückrufaktion starten.

Veröffentlicht am 02.08.2012

Der Autobauer Toyota ruft erneut zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Zur Überprüfung der Spurstangen an der Hinterachse sollen weltweit 1,5 Millionen Fahrzeuge überprüft werden, kündigte die deutsche Tochter des japanischen Autobauers an.

An den Fahrzeugen müsse die Befestigung der hinteren Spurstange überprüft werden. Wenn diese nicht richtig fixiert sei, könne sich das Hinterrad in der Spur verstellen, erläuterte ein Toyota-Sprecher. Unfälle seien in Europa in diesem Zusammenhang bislang nicht bekannt.

In den USA, dem grössten Auslandsmarkt von Toyota, sei auch das Modell Lexus vom Rückruf betroffen.

Erst im März dieses Jahres hatte der Autobauer 700'000 Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten beordert. 2010 hatte Toyota gar mehr als zehn Millionen Fahrzeuge wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fussmatten zurückgerufen.

Bis dahin hatte der Konzern als Hersteller von besonders zuverlässigen Autos gegolten. Seit der Pannenserie ist Toyota sehr sensibel bei Fehlern und hat bereits mehrfach freiwillig Rückrufe gestartet. So soll ein Image-Schaden wie vor zwei Jahren vermieden werden.

Viele der gemeldeten Vorfälle von damals entpuppten sich zwar später als Fehler der Fahrer, doch bei Toyota brachen die Verkäufe ein. Die Rückrufe hatten mit dazu beigetragen, dass Toyota die begehrte Krone als Weltmarktführer vorübergehend an die Opel-Mutter General Motors abgeben musste.

Hinzu kam die Naturkatastrophe in Japan im vergangenen Jahr, durch die das eng geknüpfte Produktionsnetz von Toyota Risse bekam. Inzwischen hat sich der Konzern an die Weltmarktspitze zurückgekämpft.

(laf/chb/sda)

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