Der japanische Automobilkonzern Toyota hat seinen Nettogewinn im zurückliegenden zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 257,9 Milliarden Yen (rund 3 Milliarden Franken) verdreifacht. Für das gesamte Geschäftsjahr bis März kommenden Jahres erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose auf 780 Milliarden Yen. Bislang waren 760 Milliarden Yen erwartet worden.

Dagegen werde der Umsatz mit 21,3 Billionen Yen gut 3 Prozent niedriger ausfallen als bislang prognostiziert. Auch das Absatzziel korrigierten die Japaner leicht von 8,8 auf 8,75 Millionen Autos nach unten.

Anti-Japan-Proteste wirken sich aus

Im zweiten Quartal hat Toyota mit einem operativen Ergebnis von 340 Milliarden Yen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Gleichzeitig fiel der Umsatzanstieg etwas geringer als erwartet aus: Er stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 5,4 Billionen Yen.

Grund für den schwächeren Anstieg dürften auch die anti-japanischen Proteste in China sein, die durch den Insel-Streit mit Japan ausgebrochen waren. Darunter leidet der Absatz japanischer Hersteller auf dem weltweit grössten Automarkt. Gute Verkäufe von Hybrid-Modellen in den USA und Japan glichen die schlechteren Geschäfte in China zum Teil aus.

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(tno/chb/sda/awp)