Der weltgrösste Spielzeug-Konzern Toys R Us hat seine Pläne für einen Börsengang verworfen. Als Gründe nannte eine Sprecherin des US-Konzerns unvorteilhafte Marktbedingungen und einen Umbau des Managements.

Allerdings wies der Konzern auch enttäuschende Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal aus. Für das vierte Quartal (per 2. Februar) wies Toys R Us einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 5,77 Milliarden Dollar aus. Die Zinskosten stiegen indes um 35 Prozent. Der Nettogewinn sank um 30 Prozent auf 240 Millionen Dollar.

Toys R Us war 2005 von der Börse genommen worden. Damals hatten die Investoren KKR, Bain Capital und Vornado Realty Trust das Unternehmen für 6,6 Milliarden Dollar gekauft. Später war ein erneuter Börsengang geplant, der aber 2011 wegen schlechter Marktbedingungen verworfen worden war.

Seitdem hat der Spielzeug-Konzern mit steigenden Zinskosten und schwächeren Umsätzen zu kämpfen. Vor wenigen Wochen hatte Reuters bereits aus Kreisen erfahren, dass die Chancen eher gering sind, dass der Börsengang jetzt durchgezogen wird. Ebenfalls im Februar hatte Firmenchef Gerald Storch seinen Rücktritt angekündigt. Wer ihm nachfolgt, ist noch unklar.

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(jev/sda)