Der Tiefsee-Erdölkonzern Transocean wird im vierten Quartal 2011 eine nicht cash-wirksame Abschreibung auf dem Goodwill für die Auftragsbohrservice-Einheit («contract drilling services») vornehmen.

Die Höhe der Abschreibung auf dem momentan mit rund 8 Milliarden Dollar bewerteten Goodwill werde momentan noch evaluiert, was bis zum 31. März dauern werde, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Abschreibung, welche keinen Steuereffekt haben werde, sei ein Ergebnis des jährlichen Impairment-Tests und resultiere hauptsächlich aus dem Rückgang des Auftragsbohr-Marktes.

Transocean mit Sitz in Zug wird die Ergebnisse des vierten Quartals am 28. Februar bekannt geben. Im dritten Quartal 2011 hat der Ölbohrkonzern einen Verlust von 71 Millionen Dollar verzeichnet, unter anderem aufgrund eines grösseren Verlusts mit einem Wechselkursabsicherungsgeschäft.

Starke und gesunde Bilanz im Visier

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Der Verwaltungsrat des Bohrkonzerns schlägt an der kommenden Generalversammlung (GV) vom 1. Mai zudem vor, für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividende zu bezahlen. Begründet wird die Entscheidung mit der gegenwärtigen Kapitalalloktionsstrategie, die eine starke und gesunde Bilanz verlange.

Weiter gibt Transocean bekannt, dass zuhanden der GV die Wiederwahl von Edward R. Muller und Tan Ek Kia als Direktoren für weitere drei Jahre vorschlagen werde. Ferner soll die GV Glyn Barker, Vanessa C.L. Chang und Chad Deaton neu als Direktoren für drei Jahre wählen.

Das Unternehmen gibt ausserdem bekannt, dass David Tonnel per 1. März 2012 zum neuen Chefbuchhalter (Principal Accounting Officer) und Senior Vice President ernannt wurde. Er tritt die Nachfolge von Robert Shaw an, welcher im Januar seinen Rücktritt erklärte. Tonner war zuletzt Senior Vice President der Europe and Africa Unit.

(vst/awp/sda)