Von Marek Franke, Head M&A Switzerland, BDO Visura, Luzern

Während die Thematik Mergers & Acquisitions (M&A) in den Medien von Grossfusionen beherrscht wird, sieht die Realität anders aus. Über 80% aller Unternehmenskäufe in der Schweiz im letzten Jahr weisen ein Transaktionsvolumen von weniger als 250 Mio Euro auf. Zunehmend müssen sich auch mittlere und kleine Unternehmen mit dem Thema Akquisitionen beschäftigen, um im Spiel beziehungsweise wettbewerbsfähig zu bleiben.

Es mangelt an Transparenz

In anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Holland, England oder den USA, ist der Markt für Unternehmenstransaktionen von kleinen und mittleren Unternehmen sehr viel weiter entwickelt als bei uns. Die Transparenz in diesem M&A-Marktsegment lässt in der Schweiz noch zu wünschen übrig. Folgende Beispiele illustrieren die Problematik der fehlenden Transparenz:

• Im Vergleich zu austauschbaren Konsumgütern stellen Unternehmen einzigartige und komplexe Gebilde dar. Während des Verkaufsprozesses muss die Anonymität des Unternehmens, welches verkauft werden soll, über lange Zeit gewahrt werden. Jegliche Art der Marktansprache muss diese Anonymität gewährleisten.

• Häufig stehen sich verkaufswillige Unternehmer selber im Weg. Oder wie erklären Sie sich Aussagen wie: «Ich möchte mein Unternehmen verkaufen – aber erzähl es niemandem!» – Wie soll etwas verkauft werden, wenn niemand davon wissen darf? Hierbei handelt es sich um eine Frage des Vertrauens und der Offenheit des Unternehmers.

• Beim Unternehmensverkauf setzt der Unternehmer primär auf persönliche Beziehungen oder auf die Unterstützung seines lokalen Beraters. Entsprechend werden nur lokale Netzwerke genutzt. Dies führt unter anderem dazu, dass die Information über den vorgesehenen Verkauf eines Hotelbetriebes in Luzern nicht bis nach Aarau zu einem potenziellen Käufer gelangt. Ein lokal geprägtes Unternehmen kann nicht nur lokal verkauft werden.

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• Im Rahmen der Globalisierung müssen sich auch Schweizer Unternehmen vermehrt international ausrichten. Bei einem Unternehmensverkauf kann es Sinn machen, sich auch ausserhalb der Landesgrenzen umzuschauen. Internationale Netzwerke können bei M&A-Transaktionen einen Mehrwert schaffen.

• In einem transparenten Markt ist es notwendig, dass sich möglichst viele Kaufgesuche und Angebote treffen. Ist dies nicht gegeben, kann dies für Verkäufer wie Käufer zu suboptimalen Lösungen führen. Der M&A-Markt braucht Instrumente mit einer hohen Marktdurchdringung und -akzeptanz.• Der M&A-Markt ist von einer hohen Dynamik geprägt. Die Informationen über Kaufgesuche und Verkaufsangebote veralten deshalb sehr schnell. Über einen umfassenden und zeitnahen Marktüberblick verfügen primär professionelle M&A-Berater.

Auflistung aller Interessenten

Das Corporate Finance Team von BDO Visura hat mit der Etablierung des M&A-Bulletins ein professionelles Instrument mit folgenden Vorteilen geschaffen:

• Die Anonymität des Kaufgesuchs respektive Angebots ist gewährleistet.

• Es soll ein Unternehmen verkauft/gekauft werden und es wird darüber gesprochen.

• Das M&A-Bulletin wird national vernetzt eingesetzt: Schweizweit erhalten über 3000 Unternehmer, potenzielle Investoren, Bankansprechpartner und andere das M&A-Bulletin.

• Auch die internationale Vernetzung ist mit über 4000 Adressaten im nahen Ausland gewährleistet.

• Das M&A-Bulletin erscheint fünf- bis sechsmal jährlich.• Jedes veröffentlichte M&A-Mandat wird durch einen professionellen M&A-Berater begleitet.