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Jahresergebnis
Trendwende: Salt macht wieder Gewinn

Salt: Die schwarzen Zahlen gelangen auch wegen dem harten Sparkurs. Keystone

Salt hat zurück in die schwarzen Zahlen gefunden: Der Mobilfunkanbieter präsentiert für das vergangene Geschäftsjahr einen stattlichen Gewinn.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Nach dem Taucher im Vorjahr hat der Mobilfunkanbieter Salt wieder in die schwarzen Zahlen zurückgefunden. Unter dem Strich erzielte die Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom Holdings 2016 einen Reingewinn von 98,1 Millionen Franken nach einem Verlust von 100,6 Millionen Franken im 2015.

Die massive Verbesserung ist der heftigen Kostenreduktion in allen Bereichen zu verdanken, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht, der der Nachrichtenagentur sda vorliegt. So konnte das Mobilfunkunternehmen die kommerziellen Kosten, die IT- und Netzwerkkosten sowie Personalkosten massiv senken.

Exodus im Topmanagement

Auch die Restrukturierungskosten fielen deutlich geringer aus als im Vorjahr. Salt war am 23. April 2015 an den französischen Telekomunternehmer Xavier Niel verkauft worden. Danach kam es zu einem Exodus im Topmanagement.

Die neuen Leute kehrten mit eisernem Besen. 2015 wurden 60 Arbeitsplätze gestrichen. Im vergangenen Jahr waren es noch einmal 29. Salt hatte Ende Dezember 2016 insgesamt 804 Vollzeitstellen.

Mehr Betriebsgewinn

Dank der geringeren Kosten stieg der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 6,1 Prozent auf 437,9 Mio. Franken. Hier sind Einmaleffekte wie die Restrukturierung und die Aufwendungen für den Namenswechsel nicht eingerechnet, die vor allem im Vorjahr aufs Resultat gedrückt hatten. Mit diesen Effekten und Markenkosten verbesserte sich der unbereinigte EBITDA um 24 Prozent auf 428,4 Mio. Franken.

Der Umsatz schrumpfte indes um 12,2 Prozent auf 1,126 Mrd. Franken. Salt verlor im vergangenen Jahr 7,5 Prozent seiner Kunden und zählt noch 1,872 Millionen Mobilfunkkunden. Der Aderlass ist auf den Einbruch bei den Prepaidkunden zurückzuführen, deren Zahl um 23,3 Prozent auf 669'000 einbrach. Bei den lukrativeren Abokunden stieg die Zahl indes um 4,5 Prozent auf 1,203 Millionen.

(sda/mbü/cfr)

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