Die Lage zwischen Roche und Illumina spitzt sich zu: Die US-Gentechnikfirma Illumina hat das feindliche Übernahmeangebot des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche als zu niedrig zurückgewiesen. Das Direktorium glaubt fest daran, dass Illumina als unabhängiges Unternehmen für die Aktionäre deutlich wertvoller ist als die Offerte von Roche.

Dies teilten die Amerikaner in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an Roche mit. Die Schweizer wollen Illumina für 5,7 Milliarden Dollar übernehmen und damit ihr Diagnostikgeschäft ausbauen. Roche war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Roche-Konzernchef Severin Schwan hatte die Offerte Anfang Monat als «fair und äusserst attraktiv» bezeichnet. Der CEO zeigte sich zuversichtlich, dass die Aktionäre auf das Angebot eintreten werden. Weiterhin sei Roche aber an einer gütlichen Einigung mit der Illumina-Spitze interessiert. Illumina hat im vierten Quartal 35 Cent je Aktie verdient. Der Umsatz gab um 4 Prozent auf 250 Millionen Dollar nach.

Roche hält an Übernahme-Plan fest

Die Ablehnung von Illumina nimmt der Roche-Chef Severin Schwab mit Enttäuschung zur Kenntnis. Dennoch will Roche an der geplanten Übernahme des US-Gentechnikkonzerns festhalten. «Wie wir bereits betont haben, bleibt unsere Präferenz, eine einvernehmliche Übernahmevereinbarung mit Illumina zu treffen», sagt Schwab weiter. Roche sei jederzeit zu Gesprächen bereit.

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(muv/vst/sda)