Weniger Nachfrage aus der Uhrenindustrie und Kostenüberschreitungen bei Kundenaufträgen haben den Reingewinn beim Maschinenhersteller Starrag im vergangenen Jahr halbiert. Unter dem Strich blieben dem Unternehmen noch 4,6 Millionen Franken.

Auch das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 7,4 Millionen Franken 49,8 Prozent unter Vorjahr, wie Starrag am Freitag mitteilte. Die EBIT-Marge halbierte sich 2016 von 4 auf noch 2 Prozent.

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Umsatz steigt

Besser sieht die Bilanz beim Auftragseingang und den Umsatzzahlen aus, die das Unternehmen bereits Ende Januar publiziert hatte. Die Erlöse lagen mit 372 Millionen Franken um 2 Prozent über jenen des Vorjahrs. Währungsbereinigt betrug die Veränderung plus 1 Prozent.

Gar den höchsten je erzielten Auftragseingang in der 120-jährigen Unternehmensgeschichte vermeldete Starrag: 480 Millionen Franken oder ein Plus von 44 Prozent. Der Auftragsbestand im Umfang von 348 Millionen Franken oder 47 Prozent mehr als im Vorjahr sichere eine Grundauslastung von deutlich über einem Jahr.

Viele Bestellungen aus Asien

Am meisten Neubestellungen kamen aus Asien mit 36 Prozent. Der auf 20 Prozent verdoppelte Anteil Nordamerikas am Auftragseingang erklärt sich zum Teil mit dem Gewinn eines weiteren Referenzprojekts für Grossmaschinen mit einem Auftragswert im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Die beiden bedeutendsten Abnehmerindustrien Aerospace und Industrial bestritten zusammen etwas über 80 Prozent der gruppenweiten Neubestellungen. Das Luxussegment und dabei namentlich die Uhrenindustrie waren dagegen weiterhin rückläufig. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividende von 1 Franken pro Aktie vor – 20 Rappen weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz dürfte weiter steigen

Für die Zukunft rechnet Starrag auf den mehrjährigen Durchschnitt und über Konjunkturzyklen hinweg bezogen mit einem Umsatzwachstum von über 5 Prozent und einer operativen Marge von mindestens 8 Prozent.

Für 2017 gehe man von weniger Neuaufträgen, einem deutlich höheren Umsatz und dank verschiedener strategischer und operativer Massnahmen mit einer deutlich höheren operativen Marge aus.

(sda/mbü/cfr)