Der Flugzeugbauer Airbus will die Zahl seiner ausgelieferten Flugzeuge weiter kontinuierlich steigern. Im vergangenen Jahr lieferte der Konzern 588 Maschinen aus. Diesen neuen Rekord gab Airbus-Chef Fabrice Brégier bekannt.

Im Jahr 2011 hatte der Flugzeugbauer 534 Modelle übergeben. Insgesamt seien 89 Kunden beliefert worden, darunter 17 neue. In den Büchern hat Airbus 4682 Bestellungen im Wert von 638 Milliarden US-Dollar, nach eigenen Angaben branchenweiter Rekord. Im Nachgang dieses Rekords dreht Airbus denn auch an der Preisschraube. Im Schnitt steigen die Listenpreise von diesem Januar an um 3,6 Prozent.

Der Preis für das doppelstöckige Airbus-Flaggschiff A380 geht dabei von 389,9 Millionen auf 403,9 Millionen US-Dollar (375,9 Millionen Franken) nach oben. Für den modernisierten Mittelstreckenjet A320 neo werden statt 96,7 Millionen nun 100,2 Millionen Dollar fällig. Allerdings werden diese Preise tatsächlich kaum bezahlt. Bei Flugzeugbestellungen sind Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

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Geschrumpfter Marktanteil

Auch wenn Airbus volle Auftragsbücher hat und stetig wächst: Beim Marktanteil lag der europäische Konzern 2012 hinter US-Rivale Boeing.

Der momentan von Problemen mit dem Modell 787 «Dreamliner» durchgeschüttelte US-Konkurrent konnte mit 601 Flugzeugen 13 mehr ausliefern als der Konkurrent Airbus. Damit muss die EADS-Tochter eine bittere Pille schlucken: Mit der Bekanntgabe der Zahlen ist offiziell, dass die Europäer erstmals seit 10 Jahren nicht den Spitzenplatz unter den Flugzeugbauern belegen.

(jev/chb/aho/sda/awp)