Der Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 einen Reingewinn von 3,21 Milliarden Dollar erzielt. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Anstieg um 34 Prozent, teilt ZFS mit. Der Business Operating Profit (BOP) sank um 8 Prozent auf 3,26 Milliarden und das Geschäftsvolumen wuchs um 1 Prozent auf 50,7 Milliarden Dollar.

Im dritten Quartal erzielte Zurich gar einen Gewinnsprung um 64 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Das Ergebnis sei ein erneuter Beweis für die erfolgreiche Strategie, welche die ZFS verfolge, wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert. «Dank unserer Konzentration auf Rentabilität und die Minderung des Marktrisikos konnten wir ein starkes Ergebnis erzielen.» Die Gruppe konzentriere sich weiterhin auf die Erreichung ihrer Ziele.

Auch mit der Performance der Kapitalanlagen, wo eine Nettoanlagerendite von 3,9 Prozent resultierte, zeigte sich Senn zufrieden. Das Exposure auf Papieren der hochverschuldeten PIIGS-Staaten wird mit 12,0 Milliarden Dollar angegeben. Davon fallen 5,7 Milliarden auf Italien.

Rückläufiger operativer Gewinn

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Zudem habe Zurich die Einnahmen in ausgewählten Schwellen- und Industrieländern steigern können. Die Gesamteinnahmen wuchsen um 1 Prozent auf 50,7 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn ging allerdings zurück, und zwar um 11 Prozent im dritten Quartal und um 8 Prozent in den ersten neun Monaten auf 3,26 Milliarden Dollar.

Belastet wurden die Ergebnisse von Unwettern, insbesondere vom Wirbelsturm Irene in den USA und von Hagelstürmen in der Schweiz und in Deutschland. Im ersten Halbjahr hatten bereits die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Unwetter in Australien grosse Schäden verursacht.

Schwerstes Schadenjahr seit 205

2011 werde damit zum schwersten Schadenjahr seit 2005, als der Wirbelsturm Katrina New Orleans verwüstete. Im Sachversicherungsgeschäft von Zurich verschlechterte sich der Schaden-Kostensatz in den ersten neun Monaten von 97,7 auf 98,8 Prozent.

Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital liegt mit 32 Milliarden Dollar auf demselben Stand wie Ende 2010. Die Neunmonats-Zahlen von Zurich liegen im Rahmen der Erwartungen der Analysten, der Reingewinn ist sogar deutlich höher als die im Schnitt erwarteten 2,75 Milliarden.

(vst/sda/awp)