Eugenio Muzio, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Internationalen Vereinigung der Gesellschaften für den Kombinierten Verkehr Schiene-Strasse (UIRR), ist nur bedingt zufrieden mit dem Geschäftsverlauf der 20 Mitgliedsgesellschaften im Jahr 2007. Trotz einiger Probleme konnte zwar der Schienengüterverkehr in Europa im vergangenen Jahr weiter zulegen, aber es wäre ein stärkeres Wachstum möglich gewesen. Das gesamte Transportvolumen der UIRR-Gesellschaften betrug im vergangenen Jahr 2952543 Sendungen, dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Jahr 2006 von 8,6%. Davon entfielen 1929844 Sendungen auf den internationalen Verkehr (+7,5%) und 1022699 Sendungen auf den nationalen Verkehr (+10,8%).

Diese Zunahmen konnten laut Geschäftsbericht der UIRR aufgrund der verbesserten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedgesellschaften sowie der stärkeren Integration nationaler Netze in internationale Netze erreicht werden. Im internationalen Schienengüterverkehr verzeichneten insbesondere Österreich (+18%), Italien (+6%) und Polen (+44%) grössere Wachstumsraten. Ebenfalls gesteigert werden konnten die Verkehre von den Häfen Nordeuropas (vor allem Antwerpen und Rotterdam) in das Hinterland via Unbegleiteter Kombiverkehr. Auch bei der Rollenden Autobahn, d.h. dem Transport ganzer Lastwagen oder von Aufliegern auf der Schiene, resultierte letztes Jahr eine Zunahme von 2% auf 389833 Sendungen.

In Sachen Pünktlichkeit der Güterzüge konnte letztes Jahr eine leichte Verbesserung erreicht werden. Von den 23300 kontrollierten internationalen Zügen waren 2007 nur gerade 59% pünktlich, d.h. maximal 30 Minuten verspätet. 27% hatten eine Verspätung von mehr als drei Stunden, weitere 8% kamen erst nach 24 Stunden oder noch später am Ziel an.

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