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Trotz SNB-Entscheid kann die LLB den Gewinn steigern

Liechtensteinische Landesbank LLB: Anständige Zahlen im ersten Halbjahr. Keystone

Die Liechtensteiner Bank hat im ersten Halbjahr trotz widriger Umstände mehr verdient. Der Erfolg im Zinsengeschäft fiel dagegen geringer aus. Trotzdem bleibt das Management zuversichtlich.

Veröffentlicht am 27.08.2015

Die LLB-Gruppe hat - wie Ende Juli bereits angekündigt - im ersten Halbjahr 2015 den Gewinn gesteigert. Unter dem Strich verdiente das Liechtensteiner Institut gemäss den definitiven Zahlen 44,2 Millionen Franken nach 40,4 Millionen Franken im Vorjahr, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Für den Rest des Jahres zeigt sich das Management zuversichtlich.

Der Geschäftsertrag verminderte sich wie ebenfalls berichtet um 8,0 Prozent auf 157 Millionen Franken, wobei Zinsabsicherungskosten belastend gewirkt hätten, heisst es weiter. Der Erfolg im Zinsengeschäft nahm gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 5,7 Prozent auf 64,9 Millionen ab. Dabei habe sich der Entscheid der SNB, die Euro-Untergrenze aufzuheben sowie Negativzinsen einzuführen, erwartungsgemäss negativ auf das Zinsengeschäft ausgewirkt, schreibt die LLB.

Weniger Aufwand

Der Verkauf von Swisspartners liess den Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um knapp 19 Prozent auf 75,5 Millionen sinken. Das Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg deutlich auf 11,1 Millionen Franken nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 19,3 Millionen Franken resultiert hatte.

Der Aufwand verminderte sich um 15,7 Prozent auf 109,1 Millionen Franken, was zu einer Cost-Income-Ratio von 73,8 Prozent (VJ 78,2 Prozent) geführt hat. Die Kundenausleihungen betrugen per Mitte Jahr 10,7 Milliarden Franken verglichen mit 10,7 Milliarden per Ende 2014. Dabei erhöhten sich die Hypothekarforderungen um 0,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Franken.

Kundenvermögen gesunken

Die verwalteten Kundenvermögen beliefen sich auf 45,0 Miliarden verglichen mit 50,2 Milliarden per Ende 2014. Der Rückgang ist gemäss Mitteilung auf den Verkauf der Swisspartners Gruppe (minus 3,3 Milliarden) zurückzuführen. In den strategischen Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropa sowie Mittlerer Osten habe das Institut erfreuliche Neugeld-Zuflüsse von 95 Millionen Franken verzeichnet. In den traditionellen grenzüberschreitenden Märkten seien dagegen wie erwartet Vermögen abgeflossen, wobei sich diese Entwicklung verlangsamt habe, heisst es.

In den Onshore-Märkten hätten einzelne grössere Abflüsse bei Depotbankfonds die Zuflüsse bei Privat- und Firmenkunden überlagert. Insgesamt resultierte für das erste Halbjahr ein Netto-Neugeld-Abfluss von 166 Millionen Franken, nach einem Abfluss von 651 Millionen in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Konzerngewinn auf Vorjahresniveau erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr rechne die LLB-Gruppe, vorausgesetzt Marktzinsen und Währungen bleiben bis Ende 2015 konstant, mit einem Konzerngewinn auf Vorjahresniveau, heisst es weiter. Die Neupositionierung der LLB-Gruppe werde in vier Monaten abgeschlossen sein. «Wir gehen davon aus, bis zum Investorentag der LLB-Gruppe vom 29. September über die strategische Positionierung der nächsten fünf Jahre und auch über die neuen Finanzziele informieren zu können», sagt in der Mitteilung CEO Roland Matt.

(awp/gku/ama)

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