Die Kosten für den Ausbau der Billigflugtochter Eurowings und viele Störungen im Luftverkehr haben die Lufthansa im zweiten Quartal belastet. Das um Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis (Ebit) sank von April bis Juni gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,4 Prozent auf 982 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Weil Analysten einen höheren Einbruch befürchtet haben, ist das Ergebnis eine positive Überraschung. Die Aktie notiert in der Spitze über 6 Prozent im Plus und ist der Überflieger im deutschen Leitindex Dax.

Bei den anderen Airlines der Gruppe – also bei Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines – ist das Ergebnis dank Kostensenkungen und starkem Wachstum um 26 Prozent gestiegen.

«Ohne die Belastungen bei Eurowings, die wir in Kauf nehmen, um unsere Marktposition in Europa weiter zu stärken, wäre unser Ergebnis gestiegen», erklärt Finanzchef Ulrik Svensson.

Plus bei der Swiss

Die Swiss hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2018 derweil gesteigert und das operative Ergebnis verbessert. In den ersten sechs Monaten 2018 stieg der Betriebsertrag um 10 Prozent auf 2,58 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um zwei Drittel auf 330 Millionen Franken.

Auf der Kurzstrecke wurden im ersten Halbjahr 2018 acht C Series eingeführt. Auf der Langstrecke wurden zwei weitere Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER in Betrieb genommen. Insgesamt sind bei der Swiss damit 10 Flugzeuge 777-300ER und 23 Flugzeuge der C Series im Einsatz. 

Auf der Nachfrageseite hat sich insbesondere der Heimatmarkt sehr stark gezeigt. In den Monaten Januar bis Juni 2018 lag die Auslastung der Flüge im Durchschnitt bei 81,5 Prozent. Damit waren die Flugzeuge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,9 Prozentpunkte besser ausgelastet. 

Beim Ausblick erwartet Swiss, dass sich der positive Trend fortschreibt. Das Ergebnis werde jedoch durch die stark gestiegenen Ölpreise belastet. Während der höhere Ölpreis im ersten Halbjahr noch durch Absicherungsgeschäfte abgefedert worden sei, würden sich diese Effekte im zweiten Halbjahr über die Zeit verringern, heisst es in der Mitteilung.

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(reuters/awp/ise)