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Teures Schweinefleisch - doch Bell wächst kräftig

Bell-Cervelat: Die Coop-Tochter wächst stark. Keystone

Bell kann auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurückblicken: Gewinn und Umsatz der Coop-Tochter erhöhten sich stark – obwohl Schweinefleisch deutlich teurer geworden ist.

Veröffentlicht am 17.08.2017

Der Schweizer Fleischverarbeiter Bell ist im ersten Halbjahr 2017 dank Zukäufen kräftig gewachsen und hat den Gewinn um 9,1 Prozent auf 39,5 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz der Bell Food Group wuchs um über sieben Prozent auf 1,73 Milliarden Franken.

Wie die Coop-Tochter am Donnerstag mitteilte, rührt das Umsatzwachstum vor allem von letztjährigen Akquisitionen her. Die Firma übernahm unter anderem den österreichischen Geflügelspezialisten Hubers sowie in der Schweiz den Salat-Produzenten Eisberg, den Gastrozulieferer Geiser und den Charcuteriespezialisten Cher-Mignon.

Absatz steigt überproportional

Das gesamte Absatzvolumen der Bell Food Group betrug knapp 223ʼ800 Tonnen. Es konnte im Vergleich zum Umsatz überproportional gesteigert werden, nämlich um knapp 17 Prozent auf rund 31'800 Tonnen. Die im ersten Halbjahr bekannt gegebene vollständige Übernahme der Hilcona-Gruppe ist im Abschluss noch nicht abgebildet.

Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit 65,4 Millionen Franken rund 4,4 Millionen über Vorjahr. Dies sei vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise für Schweinefleisch in Deutschland, Frankreich und Osteuropa solide und erfreulich, schreibt das Unternehmen.

Schweinefleisch dürfte teuer bleiben

Die Bell Food Group mit mittlerweile rund 10'400 Mitarbeitern geht auch für die zweite Jahreshälfte nicht von einem signifikanten Rückgang der Rohstoffpreise für Schweinefleisch in Europa aus. Die Kostensenkungsmassnahmen würden konsequent vorangetrieben, heisst es in der Mitteilung. Die Gruppe setzt weiter auf den Convenience-Markt. Sie geht davon aus, dass dieser in Europa weiter wächst.

(sda/mbü/jfr)

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