Die AFG Arbonia Forster Holding (AFG) hat im Geschäftsjahr 2013 trotz des laufenden Konzernumbaus nur einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. In dem neu strukturierten Kerngeschäft mit den Divisionen Gebäudetechnik, -hülle und -sicherheit wurde währungs- und akquisitionsbereinigt ein leichtes Wachstum verbucht.

Der Gesamt-Nettoumsatz erreichte 1,28 Milliarden Franken oder 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Währungs- und akquisitionsbereinigt resultierte ein Rückgang um 0,2 Prozent. Damit hat AFG die Konsens-Erwartung der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,26 Milliarden Franken.

Wachstum im neuen Kerngeschäft

In dem neu definierten Kerngeschäft mit den drei Division Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Gebäudesicherheit resultierte ein Plus von 9,2 Prozent, das auch durch Zukäufe getrieben war. Bereinigt wird noch ein leichter Anstieg um 0,3 Prozent ausgewiesen.

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Die Umsatzentwicklung sei angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage in den meisten europäischen Ländern zufriedenstellend, heisst es weiter. Zudem habe der Druck auf Preise und Margen durch ausländische Billigimporte angehalten und die Transformation des Unternehmens habe zu einem hohen Aufwand geführt. Parallel zum Umbau sei der Ausbau zum führenden Bauausrüster für Hülle und Raum eingeleitet worden.

Wettbewerb verschärft

Nach der bisherigen Unternehmensstruktur betrachtet verbuchte die Division Fenster und Türen bereinigt ein Wachstum um 2,2 Prozent. Der Schweizer Kunststofffenster-Markt sei von einer dramatischen Verschärfung der Wettbewerbssituation betroffen gewesen und die Märkte in Tschechien und in der Slowakei hätten sich weiter negativ entwickelt, heisst es weiter. Trotzdem sei es gelungen, die Marktanteile zu halten bzw. zu erhöhen.

Heiztechnik und Sanitär verbuchte bereinigt ein Minus von 2,1 Prozent. Hier hätten sich der lange Winter sowie limitierte Kapazitäten im Handwerk negativ ausgewirkt, schreibt AFG. Konjunkturelle Rahmenbedingungen hätten andere europäische Märkte belastet, Russland und China hätten sich dagegen erfreulich entwickelt.

Die Sparte Stahltechnik wuchs bereinigt um 3,9 Prozent. Dies sei vor allem auf eine positive Entwicklung in der Schweiz sowie einen höherwertigen Produktemix zurückzuführen. Die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Division Oberflächentechnologie musste ein bereinigtes Umsatzminus um 0,5 Prozent hinnehmen. Der Rückgang im Bereich Print in Europa konnte durch Fortschritte in China und Frankreich nur zum Teil kompensiert werden, so das Unternehmen weiter.

Verkauf von Piatti und Forster

In der vergangenen Woche hatte AFG den Verkauf der Küchensparte mit den Marken Piatti und Arbonia Forster Stahlküchen an die deutsche Alno bekanntgegeben. Diese Sparte musste einen Umsatzrückgang von 2,8 Prozent hinnehmen. Als Gründe werden der scharfe europäische Wettbewerb, Billigimporte sowie Auslieferungsprobleme bei Forster genannt.

AFG hatte sich im Rahmen des Konzernumbaus von Warendorf Küchen, Forster Kühltechnik und Präzisionsstahlrohre getrennt. Im Februar wurde der polnische Fensterhersteller Dobroplast übernommen.

Das detaillierte Jahresergebnis wird am 4. März veröffentlicht. Angaben zur Gewinnerwartung oder eine Prognose für das laufende Jahr machte das Unternehmen keine.

(awp/me)