Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch hat 2014 deutlich weniger verdient. Auf Stufe Ebit wurden 1,75 Milliarden Franken erwirtschaftet, entsprechend einem Minus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Reingewinn sank um fast 27 Prozent auf 1,42 Milliarden, wie der Uhren- und Schmuckkonzern mitteilte.

Der Umsatz übertraf erstmals in der Geschichte des Unternehmens die Schwelle von 9 Milliarden Franken. Der Bruttoumsatz legte 2014 um 4,6 Prozent auf 9,22 Milliarden Franken zu, in Lokalwährungen belief sich der Anstieg auf 6,1 Prozent. Im Jahr davor war die Gruppe in Franken um 8,3 Prozent, 2012 um 14 Prozent gewachsen.

Dividende unverändert

Die schwierige Währungssituation habe den Bruttoumsatz um 138 Millionen Franken geschmälert, heisst es weiter, und der Brandfall bei der Manufaktur ETA habe die Verkäufe um weitere rund 200 Millionen gedrückt. Der Nettoumsatz stieg im Berichtsjahr um 3,0 Prozent auf 8,71 Milliarden Franken.

Trotz der Turbulenzen in den Währungen will Swatch eine unveränderte Dividende von 7,50 Franken pro Inhaberaktie und 1,50 Franken pro Namenaktie ausschütten.

«Weitere gesunde Gewinne»

Das Jahr 2015 habe mit einem «starken Januar sehr vielversprechend» begonnen, schreibt der von Nick Hayek geführte Konzern. Allerdings macht er nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses die Einschränkung: «Natürlich gerechnet in Lokalwährungen».

Swatch sieht sich in der Lage, trotz des stark überbewerteten Frankens weiteres starkes Wachstum in Lokalwährung «im hohen einstelligen Bereich» zu generieren und gleichzeitig «weitere gesunde Gewinne» zu erwirtschaften.

2100 neue Arbeitsstellen

Die Gruppe werde ihre langfristige Strategie der Investitionen in Innovationen, Maschinen, die Distribution wie auch in die Mitarbeiter weiterführen wie bisher und auch den Produktionsstandort Schweiz weiter ausbauen.

Vergangenes Jahr wurden konzernweit über 2100 neue Arbeitsstellen geschaffen. Alleine auf die Schweiz waren es 770 neue Arbeitsstellen, hauptsächlich in der Produktion. Per Ende 2014 beschäftigte die Gruppe mehr als 35'500 Mitarbeitende.

(sda/awp/tno/me)