Die US-Regierung untersagt die geplante 117 Milliarden Dollar schwere Übernahme des amerikanischen Chipherstellers Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Konkurrenten Broadcom. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete das Verbot am Montag.

Begründet wurde der Schritt mit einer Gefährdung der nationalen Sicherheit. Die Aktien von Qualcomm gaben nachbörslich fast fünf Prozent nach.

Broadcom war zuletzt auf den US-Kongress zugegangen, um sich dessen Zustimmung für die Übernahme des US-Konkurrenten Qualcomm zu sichern. Abgeordnete der Republikaner hatten sich hinter die Entscheidung des zuständigen US-Sicherheitsgremiums CFIUS gestellt, das mehr Zeit für eine Überprüfung des Übernahmegebots verlangt hatte. Qualcomms Arbeit sei zu wichtig für die nationale Sicherheit, als dass sie in die Hände eines ausländischen Unternehmens fallen dürfe, hatte Senator Tom Cotton gesagt.

Teurer neuer Mobilfunkstandard

Die Chipbranche wird gerade von einer Konsolidierungswelle überrollt. Forschung und Entwicklung – auch angesichts neuer Halbleiter für die 5G-Mobilfunktechnologie – werden für die Anbieter immer teuer. In diesem Bereich gilt Qualcomm als einer der grössten Konkurrenten von Huawei aus China. Insider befürchteten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an Huawei verkaufen könnte.

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(sda/bsh/mbü)