Europas grösster Reisekonzern Tui ist trotz eines gut laufenden Reisegeschäfts mit einem höheren Verlust in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Wegen weggefallener Zinseinnahmen aus der Rettung der Container-Reederei Hapag-Lloyd und eines positiven Steuereffekts ein Jahr zuvor stieg das Minus unter dem Strich im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember um 56 Prozent auf 137 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen vor der Hauptversammlung in Hannover mitteilte.

Ausserdem drückte eine veränderte Bilanzierung von Leerflügen bei der Veranstaltertochter Tui Travel aufs Ergebnis. Analysten hatten mit einer solchen Entwicklung gerechnet.

Dagegen verbuchte die Hotelsparte einen Gewinnsprung, vor allem dank des Verkaufs eines Hotels auf den Balearen. Der Konzernumsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende September rechnet die Konzernführung um den scheidenden Vorstandschef Michael Frenzel weiterhin mit einem höheren Umsatz, einem stabilen, um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) und einem positiven Konzernergebnis. In dieser Prognose sind jedoch auch die Gewinnanteile der Minderheitsgesellschafter von Tui Travel eingerechnet.

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(vst/chb/awp)