Die Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten haben sich nicht wesentlich auf das Geschäft der Schweizer Privatbank Julius Bär in Asien ausgewirkt. «Für unser Geschäft in der Region war 2015 bisher ein gutes Jahr», erklärte Konzernchef Boris Collardi am Montag. Der Vermögensverwalter habe von der deutlich höheren Kundenaktivität und anhaltenden Zuflüssen von lokalen Kunden profitiert.

Sorgen zum Asien-Geschäft hatten den Bär-Aktienkurs in den vergangenen Wochen belastet. Mitte August, bevor die chinesischen Börsen crashten, lag der Kurs noch bei knapp 54 Franken, mittlerweile ist das Papier zehn Franken weniger wert.

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Erfolg in Indien

Bär teilte zudem mit, dass die letzte Etappe der Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Merrill Lynch abgeschlossen worden sei. In Indien seien Vermögen von mehr als sechs Milliarden Franken zur Schweizer Bank transferiert worden.

Die Transaktion sei eine langfristige Investition in die Zukunft und markiere einen Meilenstein im Ausbau der Asien-Aktivitäten, kommentierte Bär-Chef Collardi die Meldung. Das Indien-Geschäft bleibt unter der Leitung von Atul Singh, der 2006 zu Merrill Lynch stiess und bis vor kurzem CEO des Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank of America in Indien war.

(reuters/ise/hon)