Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS ist auch in das neue Jahr mit Verlusten gestartet. Wie das teilstaatliche Unternehmen in Stockholm mitteilte, brachte das erste Geschäftsquartal 2012/2013 ein Minus unter dem Strich von 630 Millionen Kronen - also 76 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte der Verlust allerdings noch 2,5 Milliarden Kronen betragen. Der Umsatz stieg leicht von 9,3 Milliarden auf 9,5 Milliarden Kronen.

SAS hatte am Donnerstag den bevorstehenden Verkauf der Mehrheit der eigenen Bodenabfertigungs-Tochter, SAS Ground Handling, mit 5'000 Beschäftigten an die Schweizer Swissport bekanntgegeben. Konzernchef Rickard Gustafsson nannte die Einigung einen «Meilenstein» für die in diesem Jahr angestrebten schwarzen Zahlen. Man könne aber mit den zuletzt eingeflogenen Verlusten nicht zufrieden sein.

SAS hatte im November teilweise massive Einkommensminderungen für 15'000 Beschäftigte mit der Drohung durchgesetzt, das Unternehmen stehe andernfalls vor der möglichen Insolvenz.

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(muv/awp)