Die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz, UPC Cablecom, hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 3,4 Prozent auf 1,338 Milliarden Franken gesteigert. Das Unternehmen habe bei Internet, Telefonie und Mobilfunk zugelegt, teilte Cablecom am Dienstag in einem Communiqué mit.

Dagegen musste die Tochter des US-Kabelnetzgiganten Liberty Global im Kerngeschäft TV Federn lassen. Die Zahl der Kunden schrumpfte um 84'700 auf noch 1,302 Millionen. Das sind 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit wurde UPC Cablecom in diesem Bereich von der Swisscom als Marktführerin abgelöst. Swisscom wies per Ende 2015 1,33 Millionen TV-Kunden aus.

Preiserhöhung kommt nicht gut an

«Die im Sommer angekündigte Preiserhöhung des 3-in-1 Kabelanschlusses hat das Abonnemente-Wachstum negativ beeinflusst», hatte Cablecom-Chef Eric Tveter im Herbst erklärt. Im Grundangebot für TV, Internet und Festnetztelefonie hat Cablecom die Preise fürs neue Jahr 2016 um gut 13 Prozent auf 33,95 Franken erhöht.

Diesen Rückgang im TV-Geschäft konnte Cablecom in anderen Bereichen ausgleichen. Am stärksten legte der Mobilfunk zu, der die Kundenzahl um 73,2 Prozent steigern konnte. Der Mobilfunk ist allerdings bei weitem die kleinste Sparte von UPC Cablecom. Die Festnetztelefonie wuchs um 7,1 Prozent. Auch im Breitbandinternet steigerte sich die Kundenzahl um 4 Prozent.

«Viel mehr Live-Sport»

«Ich blicke zufrieden auf das Jahr 2015 zurück, die Anzahl Kunden nimmt insgesamt zu», lässt sich CEO Eric Tveter zitieren. Vor allem im Breitbandbereich wachse UPC schneller als die Konkurrenz.

UPC Cablecom tätigte im vergangenen Jahr Investitionen von «über 200 Millionen Franken», wie es weiter heisst. Ausserdem will das Unternehmen im laufenden Jahr «die Weichen so legen», dass die Kundschaft in den Genuss von «viel mehr Live-Sport» kommt, wie es weiter heisst.

(sda/awp/cfr/chb)