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Twint kapert SNB-Werbung zum neuen Fünfziger

Werbeaktion: Twint beklebt SNB-Plakate mit eigener Werbebotschaft.  zvg

Twint hat die Gunst der Stunde genutzt und SNB-Werbeplakate um die neue 50er-Note für eine Kampagne im Guerilla-Stil genutzt. Die lustige Botschaft spielt auf ein mögliches Zukunftszenario an.

Von Julia Fritsche
am 20.04.2016

Aufmerksamkeit ist Twint mit der Guerilla-Aktion sicher und genau das war wohl auch das Ziel. Die Post will die mobile Bezahllösrung in der Schweiz nämlich als Marktleader etablieren – gegen den Konkurrenten Paymit und vor dem möglichen Markteintritt von Apple Pay.

Die wahre Konkurrenz von Twint ist aber das Bargeld. Und so macht es durchaus Sinn, die Kampagne der Schweizerischen Nationalbank anlässlich der neuen 50er-Note zu kapern. Die teure Kampagne der SNB mit prominent platzierten Plakaten bietet der Bezahl-App die ideale Plattform für ihren Seitenhieb gegen das Bargeld. Aufkleber sind dort angebracht mit dem Text: «Wir gratulieren der SNB zum Druck der letzten Banknote.»

Blick in die Zukunft

Womöglich liegt Twint mit ihrer Botschaft sogar richtig, denn Bargeld kommt international immer stärker unter Druck. Ein häufiges Argument der Bargeld-Gegner zielt dabei auf die Verwendung von grossen Bargeldbeträgen durch Kriminelle ab. Andere weisen auf die hygienischen Probleme von Noten und Münzen hin. Schliesslich haben auch Notenbanken Interesse an der Abschaffung, denn ohne die Möglichkeit, Bargeld zu horten, lassen sich Niedrigzinsen wirkungsvoller durchsetzen.

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