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Fahrdienst
Uber bietet in Berlin E-Bikes an

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Jump Bike: 2018 hat Uber das Unternehmen gekauft.Quelle: Justin Sullivan/Getty Images

Uber setzt nicht nur auf Autos. In Berlin sind bald E-Bikes des US-Fahrdienstvermittlers im Angebot.

Veröffentlicht am 06.06.2018

Zum Neuanfang von Uber in Deutschland gehören E-Bikes und Elektroautos. Das Engagement solle auch ein Signal für den Wandel des umstrittenen Fahrdienst-Vermittler werden, sagt der neue Chef Dara Khosrowshahi.

Die orangefarbenen E-Bikes von Jump sollen bis Ende des Sommers in der Hauptstadt verfügbar sein, kündigte der Uber-Chef am Mittwoch in Berlin an. Uber hatte das Start-up Jump Anfang April übernommen. Es ist Teil der neuen Strategie von Khosrowshahi, verstärkt auch andere Verkehrsmittel als Autos über die Plattform zu vermitteln.

Als weitere Neuerung will Uber nach einem Testlauf in München auch in Berlin Fahrten mit Elektrofahrzeugen vermitteln. Der Dienst UberGreen wurde in den vergangenen drei Monaten zunächst mit rund 30 Autos in München getestet. Dort wird der Service mit mehr Elektrowagen ausgebaut.

Bekenntnis zu Deutschland

Die Investitionen seien auch ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, unter anderem weil das Land eine zentrale Rolle bei der Mobilität der Zukunft spiele, sagte Khosrowshahi auf der Digitalkonferenz Axel Springer NOAH Berlin. Der Neuanfang in Deutschland solle auch eine Signalwirkung für den Wandel bei Uber selbst haben.

Uber hatte bei seiner aggressiven globalen Expansion zunächst auch in Europa sein in den USA erfolgreiches Modell eingeführt, bei dem Privatleute in ihren eigenen Autos Fahrgäste befördern. Das sorgte für Konflikte mit Behörden und Taxi-Branche und Uber stellte nach Gerichtsverfahren das Geschäftsmodell in Europa ein. Der Dienst ist in Deutschland derzeit nur als Vermittler von Taxis und Mietwagen mit Chauffeur in Berlin und München aktiv. Khosrowshahi wurde vor dem Berliner Tempodrom von protestierenden Taxi-Fahrern empfangen.

Premiere ausserhalb der USA

Der neue Kurs unter dem seit vergangenem Herbst amtierenden Khosrowshahi ist, Uber zu einer App auszubauen, die verschiedenste Verkehrsmittel empfiehlt. «Autos werden für uns die gleiche Rolle spielen, wie einst Bücher für Amazon», sagte der Uber-Chef bei einem Empfang vor Beginn der Konferenz. Uber könnte den Nutzer in Zukunft auch empfehlen, den Weg zu Fuss zu laufen oder die U-Bahn zu nehmen. Es gehe darum, den besten Weg von A nach B vorzuschlagen.

In den USA legten Nutzer der Elektrofahrräder im Schnitt rund vier Kilometer zurück, das mache auch 30 bis 40 Prozent der Uber-Autofahrten in den Städten aus, sagte Khosrowshahi.

Expansion in weitere Städte

«Berlin wird die erste Stadt ausserhalb der USA sein, in der Uber die Jump-Bikes nach der Übernahme einführen wird», sagte Europachef Pierre-Dimitri Gore-Coty der dpa. Um zu verhindern, dass Fahrräder wie bei anderen Anbietern in den Strassen herumliegen werden Nutzer gebeten, sie mit den integrierten Schlössern fest anzuschliessen. Man sei derzeit in Gesprächen mit Berlin darüber, wo dies erwünscht und unerwünscht sei. Uber sei auch an fester Infrastruktur für die E-Bikes interessiert.

Der Service mit Elektroautos solle rasch auch in anderen europäischen Städten gestartet werden, sagte Gore-Coty. Modelle der Autos dürften von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. «Wir sind jetzt in Gesprächen mit Autoherstellern, um passende Fahrzeuge zu finden.» In Berlin werde voraussichtlich zunächst wie in München das Modell Renault Zoe zum Einsatz kommen.

(sda/mbü)

 

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