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Regulierung
Uber bläst in Dänemark zum Rückzug

Uber: Im Norden wurde es zu frostig. Keystone

Uber zieht sich wegen einer geplanten Verschärfung der Gesetze aus dem dänischen Markt zurück. Dort hatte die Firma 300'000 Nutzer.

Veröffentlicht am 28.03.2017

Wegen einer geplanten Verschärfung der Gesetze in Dänemark zieht sich Uber aus dem Land zurück. Der Betrieb werde am 18. April eingestellt, teilte der Fahrdienst-Vermittler am Dienstag mit.

Uber hat nach eigenen Angaben 2000 Fahrer und 300'000 Nutzer in Dänemark. Es ist eines der wenigen Länder in Europa, in denen es noch den Service UberPop gibt, bei dem Privatleute Fahrgäste mit ihren eigenen Autos befördern. Das führte immer wieder zu Ärger mit den Behörden - genauso wie in anderen Ländern, in denen der Dienst inzwischen eingestellt wurde.

Anklage wegen illegalen Fahrten

So kündigte die dänische Polizei erst Anfang März an, hunderte Uber-Fahrer wegen illegaler Taxifahrten zur Verantwortung zu ziehen. Im Juli 2016 waren sechs Fahrer in Kopenhagen zu Geldstrafen zwischen 2000 und 6000 Kronen (290-860 Franken) verurteilt worden. Im vergangenen Dezember hatte die Staatsanwaltschaft auch Anklage gegen Uber wegen Beihilfe zu illegalen Taxifahrten erhoben.

Das neue Gesetz sieht nun vor, dass alle Wagen, die Fahrgäste befördern, Sitzsensoren, Kameras und Taxameter haben müssen. Uber erklärte, damit habe man keine andere Wahl als den Betrieb in Dänemark dichtzumachen.

Ein App-Entwicklungszentrum in dem Land werde aber bleiben und solle auch ausgebaut werden. Zudem wolle Uber weiterhin versuchen, die Politik zu überzeugen, die geplanten Änderungen noch abzuändern.

(sda/chb)

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