Die niederländische Staatsanwaltschaft hat die Zentrale des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers Uber in Amsterdam durchsucht. Das Unternehmen werde verdächtigt, mit seinem Service UberPop systematisch die Regeln zu verletzen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ermittler hätten bei der Durchsuchung am Vortag Unterlagen beschlagnahmt. Bei UberPop werden Fahrgäste an Privatleute ohne Taxischein vermittelt. Der Dienst ist in den meisten europäischen Städten bereits untersagt und von Uber aufgegeben worden.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Bereits für 450'000 Euro gebüsst

In den Niederlanden bot das Start-up aus San Francisco bisher UperPop-Fahrten in Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden gegen Uber bereits Geldstrafen in Höhe von 450'000 Euro verhängt. Dennoch bestehe der Verdacht, dass das Unternehmen den als illegal eingestuften Dienst weiter anbiete.

Uber wies die Vorwürfe zurück: Über den rechtlichen Status von UberPop werde noch vor Gericht verhandelt und das entsprechende Gesetz überprüft. Man kooperiere mit den niederländischen Behörden weiterhin bei den laufenden Ermittlungen zu UberPop. Unterdessen startete Uber den Service UberX mit konzessionierten Mietwagenunternehmen, der die aktuellen rechtlichen Anforderungen erfüllt.

(sda/chb)