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Übernahmedeal
Deutsche Private Equity kauft Mehrheit an AWK

Die AWK-Manager in Jubellaune nach dem Mehrheitsverkauf nach Deutschland: Dritter von rechts ist AWK-Chef Oliver Vaterlaus.Quelle: AWK

Die Schweizer IT-Beratung AWK gibt die Mehrheit am eigenen Unternehmen ab. Das ist der grösste M&A-Deal in der Schweizer Beraterbranche seit Jahren.

Bernhard Fischer
Von Bernhard Fischer
06.12.2017

Der Schweizerische IT-Berater AWK mit Sitz in Zürich verkauft die Mehrheit des Unternehmens an die deutsche Investmentgesellschaft Deutsche Private Equity (DPE). «Das Closing findet noch in diesem Jahr statt», sagt AWK-Chef Oliver Vaterlaus zur «Handelszeitung». Eine klare Mehrheit von 55 Prozent verkauft AWK, einer der grössten IT-Berater des Landes, an DPE. «Die Entscheidungskompetenz bleibt in der Schweiz», sagt Vaterlaus, «das ist vertraglich abgesichert, wir bleiben operativ unabhängig.»

Im Jahr 2006 setzte die AWK-Gruppe 18 Millionen Franken um. Seither hat sich der Umsatz laut Vaterlaus fast verdreifacht auf 52 Millionen Franken. Waren es 2006 noch 80 Mitarbeiter, arbeiten heute 250 Personen bei der Beratergruppe. Bis 2025 will Vaterlaus Umsatz- und Mitarbeiterzahl verdoppeln. AWK hat jetzt mit DPE den dafür notwendigen Investor an Bord, der die Expansionspläne von Vaterlaus mitträgt. Insgesamt 1,2 Milliarden Euro an Beteiligungen verwaltet DPE in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Migros, Novartis und Co sind Kunden bei AWK

Mit seinen Mandaten erweitert AWK das Portfolio des neuen Mehrheitseigners DPE um die Bereiche Digitale Transformation, Cyber Security, Werk- und Finanzplatz Schweiz. Darauf – und auf die Expansion in die Romandie - fokussiert Vaterlaus in den nächsten Jahren. Zu den prominentesten AWK-Kunden gehören etwa Migros, Novartis, die SBB sowie Bund und Kantone, darunter auch die Schweizer Armee. 

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