Die Aktien der UBS sind nach Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr sehr volatil in die Sitzung gestartet. Nach anfänglich deutlichen Verlusten standen die Papiere gegen 10:10 Uhr 0,64 Prozent im Plus bei 15,73 Franken.

Die Aktien der Platzkonkurrentin Credit Suisse notierte derweil 0,54 Prozent im Plus, der Gesamtmarkt (SMI) legte 0,38 Prozent zu. 

Die Papiere der UBS hatten zuvor die Papiere bei 16.00 Franken das bisherige Tageshoch markiert. Das Tageslief lag bei 15.05 Franken. Der volatile Handelsverlauf spiegelt das von der Grossbank ausgewiesene Zahlenset für das vierte Quartal, das sowohl Licht als auch Schatten enthält. 

Im Urteil der Marktbeobachter ist das Ergebnis zwar insgesamt besser ausgefallen als erwartet, enttäuscht hat allerdings das Wealth Management. Insbesondere die Bruttomarge ist klar tiefer als erwartet ausgefallen und auch der Neugeldzufluss blieb hinter den Erwartungen zurück. Positiv überrascht hat die Auguren besonders das Ergebnis der Investment Bank. Auf positive Resonanz stösst auch die Steigerung der Kapitalquote, die höher ausfiel als im Vorfeld von den Marktbeobachtern prognostiziert.

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Die Bank Vontobel lobt vor allem die starke Kapitalisierung der Bank. Die ausgewiesene Kapitalquote sei eine positive Überraschung, schreibt Bankenanalystin Teresa Nielsen in einem ersten Kommentar. Das bessere Ergebnis als erwartet führt Nielsen vor allem auf die höheren Erträge im Investmentbanking und das besser als befürchtete Ergebnis im Corporate Center zurück.

ZKB lobt starke Kapitalbasis

Keine grösseren Sorgen macht sich Nielsen über die unter ihren Erwartungen liegenden Zahlen des Wealt Management. Der Neugeldzufluss dürfte sich gemäss ihrer Schätzung erholen und auch die Bruttomarge dürfte Boden gefunden haben, gibt sie sich überzeugt. Entsprechend empfiehlt sie die Aktien mit 'Buy' weiterhin zum Kauf.

Auch die ZKB bestätigt ihre positive Einschätzung der Aktien der Grossbank mit «übergewichten» und lobt am Zahlenset insbesondere die starke Kapitalbasis. Bemängelt wird von ZKB-Experte Andreas Venditti allerdings die Bruttomarge und der Nettozufluss im Wealth Management. Dennoch hat die Bank insgesamt ein besseres Ergebnis präsentiert als von ihm im Vorfeld erwartet.

Übertroffen wurden auch die Erwartungen der Credit Suisse. Allerdings macht sich der verantwortliche Analyst Amit Goel Sorgen um die Entwicklung im Wealth Management. Er zeigt sich insbesondere von der tiefen Bruttomarge enttäuscht und erwartet vom Management in diesem Zusammenhang Erklärungen.

(tno/aho/awp)