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UBS-Aktionäre halten sich mit Kritik zurück

Generalversammlung: 88 Prozent der Aktionäre waren mit der Vergütung einverstanden. Keystone

Bei der UBS ging es an der Generalversammlung gesittet zu und her: Eine komfortable Mehrheit hat den Vergütungsbericht abgesegnet und alle Personalien abgenickt. Leises Murren gab es zum Klimaschutz.

Veröffentlicht am 04.05.2017

Die Generalversammlung der UBS hat sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. Trotz mehrerer kritischen Voten wurde auch alle Vergütungsanträge angenommen.

Unter anderem die Aktionärsvertretungsorganisation Actares empfahl die Ablehnung der Vergütungsanträge, weil diese den Geschäftsverlauf zu wenig wiederspiegle. Die Generalversammlung am Donnerstag in Basel folgt jedoch den Anträgen des Verwaltungsrats. Sie nahm den Vergütungsbericht 2016 mit 88 Prozent der Aktionärsstimmen an.

Neues Mitglied im Leitungsgremium

Der Gesamtbetrag für die variable Vergütung für die Konzernleitung für das Jahr 2016 erreichte einen Ja-Stimmenanteil von 89 Prozent. Die maximalen Gesamtbeträge für die fixe Vergütung für die Konzernleitung für das Jahr 2018 und der Vergütung des Verwaltungsrates für das laufende Jahr erzielten Zustimmungen von 91 respektive 89 Prozent.

Die Generalversammlung bestätigte auch sämtliche verbleibenden Verwaltungsräte und wählte Julie Richardson als neues Mitglied in das Leitungsgremium der Bank.

Mangelnder Klimaschutz

Zu Beginn der Generalversammlung stellte die Grossbank den Aktionären steigende Dividenden in Aussicht. «Wenn die Rechts- und regulatorischen Kosten zunehmend wegfallen, sollten wir in der Lage sein, noch mehr Kapital an Sie als Aktionäre zurückzugeben – sei es in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen», sagte UBS-Chef Sergio Ermotti. Für das vergangene Jahr hat die Generalversammlung der Ausschüttung einer Dividende von 60 Rappen pro Aktie zugestimmt.

Neben den Vergütungen kritisierten mehrere Aktionärinnen und Aktionäre die Grossbank für sein in ihren Augen zu geringe Engagement der Bank für den Klimaschutz. So finanziere die UBS nach wie vor Kohlekraftwerke, die Förderung von Ölsand und das umstrittene Fracking. UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber wies in seinen Antworten darauf hin, dass die UBS das Engagement in diesen Bereichen zurückgefahren habe und an neue Projekte hohe Anforderungen stelle.

Ermotti und Co. - Die Topverdiener unter den Schweizer CEO:

(sda/jfr)

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