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UBS: Als einzige Grossbank Hibor manipuliert

UBS: Hongkong-Abenteuer mit Nebenwirkungen.   Keystone

Als einzige der untersuchten Banken in Hongkong wurde die UBS beim Manipulieren des Hongkong-Referenzzinssatzes erwischt. Die Bank wusste von den Manipulationen, informierte die Aufsicht aber nicht.

Veröffentlicht am 14.03.2014

Die Grossbank UBS ist auch in Hongkong wegen Verfehlungen im Zusammenhang mit der Festlegung von Referenzzinsen gerügt worden. Die Finanzmarktaufsicht HKMA verhängt allerdings keine Busse, sondern lässt es bei Korrektur-Massnahmen bleiben.

So sollen disziplinarische Massnahmen gegen die betroffenen Mitarbeitenden ergriffen und die internen Abläufe und Kontrollmechanismen verbessert werden. Abhängig von der Umsetzung behält sich die Behörde weitere aufsichtsrechtliche Schritte vor, wie sie mitteilte.

«Geringfügigen Einfluss»

Die HKMA hat wegen des Verdachts auf Manipulationen des Referenzzinses Hongkong-Libor (Hibor) neun Banken untersucht und einzig bei der UBS Verfehlungen festgestellt. Hinweise auf Absprachen unter den Banken habe es keine gegeben, teilte die HKMA weiter mit.

Bei der Schweizer Bank seien rund 100 interne Chat-Mitteilungen aus den Jahren 2006 bis 2009 mit Anweisungen zur Anpassung für die Hibor-Eingabe gefunden worden. Diese Anweisungen hätten nur «geringfügigen Einfluss» auf die Hibor-Festlegung durch die zuständigen Banken gehabt.

Nicht gemeldet

Hingegen sei es «inakzeptabel», dass die UBS das Fehlverhalten zwar festgestellt, dies der HKMA aber nicht gemeldet habe. Darüber hinaus seien erhebliche Mängel im internen Kontrollsystem der Schweizer Grossbank sowie bei der Governance im Zusammenhang mit dem Prozess zur Hibor-Eingabe, aber auch in andere Bereichen gefunden worden.

Die UBS habe mit den Behörden in der Untersuchung kooperiert und zugesichert, die gemachten Auflagen zu erfüllen, heisst es in der Mitteilung weiter. Seit Oktober 2010 ist die Grossbank nicht mehr Mitglied im Gremium der Hibor-Festlegung.

Hohe Busse in den USA

Die UBS war Ende 2012 wegen Libor-Manipulationen von den Finanzaufsichtsbehörden der USA, Grossbritanniens und der Schweiz mit rund 1,4 Milliarden Franken gebüsst worden. Davon gingen allein rund 1,1 Milliarden Franken an die US-Behörden, die in den Besitz interner Chats der UBS gekommen waren.

Mehrere andere Banken wurden ebenfalls bestraft. In der EU entging die UBS einer Busse dank der Kronzeugenregelung. Gegen sechs andere Grossbanken wurden hingegen im vergangenen Dezember Rekordbussen von zusammen 1,71 Milliarden Euro verhängt.

(sda/chb)

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