Der Auftrag war denkbar einfach: Die UBS hatte in Australien von einem Kunden den Auftrag erhalten, 1800 Betashares Gold Bullion ETF zu verkaufen. Am 16. Dezember 2011 wurde diese Transaktion auch im Handelssystem erfasst. Mit einem fatalen Fehler.

Nachdem der Titel am Vortag bei 15,75 australischen Dollar geschlossen hatte, sollten die ETF eigentlich mit 16,50 Dollar den Besitzer wechseln – doch der Auftrag wurde mit einer Limite von 0,1650 Dollar erfasst.

Dabei soll der fehlbare UBS-Händler laut detailliertem Protokoll der australischen Finanzaufsichtsbehörde ASIC gleich mehrfach vom System auf die Falscheingabe hingewiesen worden sein. Kurz nach Börseneröffnung wurden 1800 ETFs innert 42 Sekunden mittels zwei Abschlüssen verkauft – der Kurs war folglich um 99 Prozent gefallen. UBS bat damals die Börse in Sidney umgehend, die Transaktionen zu stornieren.  

Nun hat die ASIC gegen die UBS eine Busse von 30'000 Dollar ausgesprochen, wie die australische Ausgabe des «Business Insider» berichtet. Bestraft wird dabei in erster Linie, dass der fehlbare Händler zwei Warnungen des Handelssystems ignoriert und überdrückt habe.

Die Schweizer Grossbank hat vor Ort jedenfalls die Lehren aus dem Fall gezogen: Händler sollen besser geschult werden – und zudem solle ein System-Upgrade helfen, menschliche Fehler zu verhindern. Unbekannt ist, ob dieses Upgrade auch aus grösseren Computertasten oder Schriften am Bildschirm besteht.

(vst/aho)