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UBS-Chef: Fehler machen ist ok

Sergio Ermotti: Der UBS-Chef warnt vor Intoleranz bei Fehlern. Keystone

Für Sergio Ermotti ist es akzeptabel, Risiken einzugehen und Fehler zu machen – solange man ehrlich ist. Das sagte der UBS-Chef in einer Rede in Zürich. Denn die Angst vor Fehlern berge Risiken.

Veröffentlicht am 24.09.2015

UBS-Chef Sergio Ermotti warnt, dass Angst vor Fehlern Risiken berge. Bei einer Rede vor etwa 300 Managern in Zürich sagte Ermotti, es sei durchaus akzeptabel, Risiken einzugehen und auch Fehler zu machen. Wichtig sei, dass man dabei ehrlich bleibe. Dies berichtet die «Financiel Times» unter Berufung auf Aussagen von Teilnehmern an dem geschlossenen Event.

Der UBS-Mann habe dabei die anwesenden Manager ermutigt, diese Nachricht an ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Denn es gebe einen Unterschied zwischen Bankern, die die Regeln mit Absicht brächen und solchen, die einfach menschliche Fehler begingen. Es sei daher wichtig, dass es eine gewisse Toleranz für Fehler gebe, denn wenn Mitarbeiter zu viel Angst hätten, sei die Gefahr, dass sie zu unlauteren Mitteln greifen, deutlich höher.

Dialog suchen

Ermotti habe in seinem Vortrag dazu ermutigt, den Dialog zu suchen. Banker sollten ihre Teams dazu ermutigen, über mögliche Risiken mit Kollegen und ihren Vorgesetzten zu reden. Gleichzeitig betonte der UBS-Chef, seine Bank werde allerdings nicht von ihrer Null-Toleranz-Haltung bei Verstössen gegen die Unternehmenspolitik oder das Gesetz abweichen.

(awp/dbe/ama)

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